Portugal Reiseführer
Portugal ist das Land für alle, die in einem Urlaub Stadt, Küste und Wandern verbinden wollen: Mit der gelben Straßenbahn durch Lissabons Gassen rattern, in Sintra durch nebelverhangene Schlossgärten steigen, in Porto am Fluss einen Portwein trinken, im Douro-Tal an Weinterrassen vorbeifahren, an der Algarve unter goldenen Felsen paddeln und auf Madeira entlang der Levadas durch den Lorbeerwald wandern. Dazu kommen kurze Wege: Von Frankfurt, Düsseldorf, München oder Hamburg ist man in rund drei Stunden in Lissabon oder Faro, Madeira erreicht man in gut vier Stunden nonstop. Die Preise sind gestiegen, besonders in Lissabon, liegen aber immer noch unter Deutschland. In diesem Reiseführer findest du die beste Reisezeit Monat für Monat, Routen für 7, 10 und 14 Tage, Lissabon nach Vierteln, Tipps für Sintra ohne Warteschlange, Porto und das Douro-Tal, die schönsten Algarve-Strände samt den neuen Regeln für die Benagil-Höhle, Wandern auf Madeira, die Azoren, die schönsten Orte abseits der drei großen Ziele von Coimbra bis zur Costa Vicentina, einen Roadtrip von Porto an die Algarve, Mietwagen und Maut, Essen und die echten Kosten.
Beste Reisezeit für Portugal
Frühling (März bis Mai)
Ideal für Städtereisen und Rundreisen: 18–24 °C, grüne Hügel und Blumen an den Klippen der Algarve, noch keine Sommerpreise. Zum Baden ist der Atlantik aber noch frisch.
Sommer (Juni bis August)
Badesaison. Die Algarve ist voll und am teuersten, Lissabon wird an heißen Tagen über 30 °C warm, Porto und die Westküste bleiben angenehmer. Unterkunft und Sintra-Tickets früh buchen.
Herbst (September und Oktober)
Unsere Lieblingszeit: Das Meer ist am wärmsten, es wird ruhiger, die Abende sind lau und im Douro-Tal beginnt ab Mitte September die Weinlese.
Winter (November bis Februar)
Günstig und ruhig, auf dem Festland aber regnerischer. Die beste Zeit für Madeira mit rund 19–20 °C und für die Riesenwellen von Nazaré.
Portugal Wetter und Klima nach Monaten
Ungefähre durchschnittliche Tageshöchstwerte in Lissabon und Wassertemperaturen des Atlantiks an der Algarve (°C). Achtung: Das ist der Atlantik, nicht das Mittelmeer. Das Wasser ist einige Grad kühler als an Spaniens Mittelmeerküste, an der Westküste bei Cascais und Nazaré sogar noch kälter. Porto ist ein bis zwei Grad kühler als Lissabon und im Winter deutlich nasser. Madeira ist das ganze Jahr mild: tagsüber etwa 19–26 °C, Wasser 18–24 °C.
| Monat | Lissabon | Atlantik (Algarve) | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Januar | 15° | 16° | Kühl mit Schauern, Lissabon ruhig und günstig. Top-Monat für Madeira. |
| Februar | 16° | 15° | Mandelblüte an der Algarve, Karneval in kleineren Orten. |
| März | 19° | 15° | Frühlingsbeginn. Gutes Wetter für Besichtigungen, zu kalt zum Baden. |
| April | 20° | 16° | Grün und blühend. Ostern zieht die Preise kurz an. |
| Mai | 23° | 17° | Einer der besten Monate: sonnig, grün und noch bezahlbar. |
| Juni | 26° | 19° | Volksfeste Santo António (Lissabon) und São João (Porto) mit gegrillten Sardinen. |
| Juli | 28° | 20° | Hochsaison am Strand, die Algarve ist voll und teuer. |
| August | 29° | 21° | Heißester Monat und Ferienzeit in ganz Europa. Alles vorab buchen. |
| September | 27° | 21° | Warmes Meer, weniger Trubel. Weinlese im Douro-Tal. |
| Oktober | 23° | 20° | Goldener Herbst, erster Regen, Start der Big-Wave-Saison in Nazaré. |
| November | 18° | 18° | Regnerischer und günstig, keine Schlangen an den Sehenswürdigkeiten. |
| Dezember | 15° | 17° | Weihnachtsbeleuchtung und das berühmte Silvesterfeuerwerk in Funchal auf Madeira. |
Die schönsten Reiseziele in Portugal
Lissabon3–4 Tage
Die Hauptstadt auf sieben Hügeln am Tejo: verwinkelte Gassen der Alfama, Aussichtspunkte (Miradouros), die Monumente von Belém und lange Fado-Nächte. Für die Steigungen gibt es Standseilbahnen und historische Straßenbahnen.
SintraTagesausflug ab Lissabon
Romantische Paläste im Bergwald: der rot-gelbe Pena-Palast, das Maurenkastell auf dem Grat und der Initiationsbrunnen der Quinta da Regaleira. Mit dem Zug ab Rossio rund 40 Minuten.
CascaisHalber bis ganzer Tag
Schicker Badeort westlich von Lissabon mit dem Leuchtturm Santa Marta, der Felsöffnung Boca do Inferno und dem Surfstrand Guincho. Mit dem Zug ab Cais do Sodré etwa 40 Minuten.
Porto2–3 Tage
Portugals zweite Stadt: gekachelte Kirchen, die bunten Häuser der Ribeira, die Eisenbrücke Ponte Luís I und die Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia. Kompakter und günstiger als Lissabon.
Douro-Tal1–2 Tage
Das älteste abgegrenzte Weinbaugebiet der Welt und UNESCO-Welterbe: Weinterrassen, so weit das Auge reicht. Die Bahnstrecke von Porto nach Pinhão läuft lange direkt am Fluss entlang.
Algarve (Lagos, Benagil, Faro)3–5 Tage
Goldene Felsküste, Meereshöhlen und kleine Buchten. Lagos ist der lebendigste Standort, Benagil die berühmte Höhle, Faro hat eine ummauerte Altstadt und die Laguneninseln der Ria Formosa.
Madeira5–7 Tage
Die Blumeninsel mit ewigem Frühling: Levadas durch den Lorbeerwald, Gipfel über den Wolken, Funchal mit Gärten und Markthalle. Nonstop ab vielen deutschen Flughäfen.
Azoren5–7 Tage
Neun grüne Inseln mitten im Atlantik. Am besten auf São Miguel starten: Kraterseen von Sete Cidades, heiße Quellen in Furnas und Walbeobachtung von Frühling bis Herbst.
Portugal Rundreise: Routen für 7, 10 und 14 Tage
Die Wege sind kurz: Mit dem Schnellzug ist man in rund drei Stunden von Lissabon in Porto oder an der Algarve. Für Madeira und die Azoren braucht es einen Flug. Die ersten drei Routen gehen ohne Auto; für kleine Orte, den Norden und die Westküste ist der Roadtrip am Ende gedacht.
7 Tage: Lissabon, Sintra und Porto
Der Klassiker für die erste Reise. Am besten Gabelflug: hin nach Lissabon, zurück ab Porto.
- Tag 1–3Lissabon
Alfama und Castelo de São Jorge, Baixa und Praça do Comércio, ein Abend im Bairro Alto und ein ganzer Vormittag in Belém mit Hieronymus-Kloster, Torre de Belém und den Original-Pastéis.
- Tag 4Sintra und Cascais
Früh mit dem Zug nach Sintra zum gebuchten Zeitfenster im Pena-Palast, danach Quinta da Regaleira. Sonnenuntergang am Cabo da Roca oder Fischessen in Cascais.
- Tag 5–6Porto
Mit dem Alfa Pendular nach Norden. Ribeira, Ponte Luís I, die Azulejos im Bahnhof São Bento, Livraria Lello und eine Portweinprobe in Gaia.
- Tag 7Douro-Tal
Mit dem Zug am Fluss entlang nach Pinhão oder als Tagestour mit Bootsfahrt und Weingut. Rückflug ab Porto.
10 Tage: Lissabon, Porto und Algarve
Städte und Strand. Von Porto nach Faro fliegt man rund eine Stunde, alternativ mit dem Zug über Lissabon.
- Tag 1–3Lissabon
Viertel, Straßenbahnen, Belém und ein Fado-Abend.
- Tag 4Sintra
Pena-Palast, Maurenkastell und Quinta da Regaleira.
- Tag 5–6Porto und Douro
Ein Tag Stadt, ein Tag Weinberge.
- Tag 7–10Algarve
Flug nach Faro, Standort Lagos oder Carvoeiro: Ponta da Piedade, Boots- oder geführte Kajaktour zur Benagil-Höhle, Wanderung auf dem Sieben-Täler-Pfad und ein Tag auf den Inseln der Ria Formosa.
14 Tage: Festland und Madeira
Städte, kleine Orte und Inselwandern. Wer lieber badet, ersetzt Madeira durch vier weitere Tage an der Algarve.
- Tag 1–3Lissabon
Viertel, Belém und ein Fado-Abend in der Alfama.
- Tag 4Sintra
Die Paläste, danach Sonnenuntergang am Cabo da Roca.
- Tag 5Óbidos und Nazaré
Mit Mietwagen oder Bus nach Norden: die ummauerte Altstadt von Óbidos und die Leuchtturm-Klippe von Nazaré.
- Tag 6–8Porto und Douro
Zwei Tage Porto, ein Tag im Douro-Tal.
- Tag 9Flug nach Madeira
Von Porto oder Lissabon nach Funchal. Abends Altstadt und Seilbahn nach Monte.
- Tag 10–13Madeira
Levada der 25 Quellen, Sonnenaufgang am Pico do Arieiro, die Lavapools von Porto Moniz und die wilde Nordküste.
- Tag 14Heimreise
Nonstop ab Funchal nach Frankfurt, Düsseldorf, München und weitere Flughäfen.
14 Tage: Roadtrip von Porto an die Algarve
Einmal von Nord nach Süd mit dem Mietwagen, rund 1.200 km. Gabelflug: hin nach Porto, zurück ab Faro. Den Wagen erst beim Verlassen von Porto übernehmen.
- Tag 1–2Porto
Ribeira, Ponte Luís I, São Bento und eine Portweinprobe in Gaia, alles zu Fuß.
- Tag 3–4Braga, Guimarães und Peneda-Gerês
Die Treppe von Bom Jesus do Monte und die Altstadt von Guimarães, dann ein Tag an den Wasserfällen und Aussichtspunkten des Nationalparks. Ab Porto etwa eine Stunde.
- Tag 5Aveiro, Costa Nova und Coimbra
Kanäle und gestreifte Holzhäuser am Vormittag, nachmittags die Universität von Coimbra mit der Biblioteca Joanina.
- Tag 6–7Tomar, Batalha, Nazaré und Óbidos
Die Christusritterburg von Tomar und das Kloster Batalha, Übernachtung in Nazaré, am nächsten Tag Alcobaça und die Stadtmauer von Óbidos.
- Tag 8–10Sintra und Lissabon
In Sintra am Bahnhof parken und den Bus nehmen. In Lissabon bleibt das Auto stehen; ein Hotel mit Parkplatz außerhalb des Zentrums spart Nerven.
- Tag 11Évora
Römischer Tempel, Knochenkapelle und weiße Gassen im Alentejo, anderthalb Stunden östlich von Lissabon.
- Tag 12Costa Vicentina und Sagres
Über Vila Nova de Milfontes und Odeceixe die wilde Westküste hinunter, Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente.
- Tag 13–14Lagos
Ponta da Piedade, Praia do Camilo und ein letzter Strandtag. Zum Flughafen Faro ist es eine Stunde über die mautfreie A22.
Unterkünfte in Portugal
In Lissabon und Porto zentral wohnen und alles zu Fuß erreichen, an der Algarve einen festen Standort wählen statt täglich umzuziehen, und auf Madeira in Funchal mit Restaurants und Busverbindungen bleiben.
Lissabon
Baixa und Chiado für den ersten Besuch, Alfama für Altstadtflair, Príncipe Real für ruhiger und gehobener.
Hotels ansehenExpedia →Porto
Ribeira und die Straßen um São Bento für kurze Wege, oder Gaia mit Blick über den Fluss auf die Altstadt.
Hotels ansehenExpedia →Lagos und Algarve
Lagos mit Altstadt, Restaurants und Stränden, oder Carvoeiro nahe Benagil und dem Sieben-Täler-Pfad.
Hotels ansehenExpedia →Funchal, Madeira
Hotels mit Meerblick und Pool, nah an Altstadt und Seilbahn nach Monte. Ideal für den Winterurlaub.
Hotels ansehenExpedia →Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.
Madeira Wandern und die Azoren
Madeira ist ein Wanderparadies und im Winter eines der wenigen Sonnenziele in Flugdistanz ohne Fernreise. Die Levadas sind jahrhundertealte Bewässerungskanäle mit schmalen Pfaden daneben, die durch den Lorbeerwald (UNESCO-Welterbe) führen. Seit Januar 2026 müssen die offiziellen PR-Wanderwege über die Plattform SIMplifica gebucht werden: Man wählt ein 30-Minuten-Zeitfenster und zahlt rund 4,50 € pro Weg, für den Klassiker PR1 vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo etwa 10,50 €. Inoffizielle Levadas ohne PR-Beschilderung bleiben kostenlos.
Condor, TUIfly, Eurowings und Discover fliegen nonstop von Frankfurt, Düsseldorf und weiteren Flughäfen nach Funchal, Flugzeit rund vier Stunden. Die Azoren sind wilder und ruhiger. Von Lissabon nach Ponta Delgada auf São Miguel sind es gut zwei Stunden, saisonal gibt es auch Direktflüge aus Deutschland. Das Wetter wechselt stündlich, also ein paar Tage einplanen und vor der Fahrt zu den Kraterseen die Webcams checken.
- Die schönsten Levadas: 25 Fontes und Risco (PR6), Caldeirão Verde (PR9) und der Sonnenaufgang am Pico do Arieiro. Geführte Touren bringen dich hin und zahlen eine reduzierte Gebühr, praktisch ohne Mietwagen auf den steilen Inselstraßen.
- Baden auf Madeira: Sandstrände sind selten. Dafür gibt es die Lava-Naturpools von Porto Moniz und Badeplattformen in Funchal mit Leitern direkt ins Meer.
- São Miguel: Sete Cidades, Lagoa do Fogo, die warmen Quellen von Furnas und Cozido, ein Eintopf, der stundenlang in vulkanischer Erde gart.
- Wale beobachten: Die Azoren gehören zu den besten Orten weltweit dafür, von April bis Oktober. Im Frühling ziehen Blau- und Finnwale vorbei.
Lissabon Tipps: Viertel und Straßenbahnen
Lissabon besteht aus Hügeln und glatt polierten Kalksteinpflastern, die bei Regen rutschig werden. Gute Schuhe mit Profil sind wichtiger als alles andere im Koffer. Plane die Tage nach Vierteln statt nach einzelnen Sehenswürdigkeiten und lass dir von Straßenbahnen, Standseilbahnen und dem Elevador de Santa Justa die Steigungen abnehmen.
Hol dir an einem Metro-Automaten die wiederaufladbare Navegante-Karte und lade Guthaben oder ein 24-Stunden-Ticket (rund 7 €) für Metro, Busse, Trams und Standseilbahnen. Damit fährst du auch nach Sintra und Cascais. Tickets in der Tram sind deutlich teurer und nur bar zu zahlen.
- Alfama und das Kastell: Das älteste Viertel mit Wäscheleinen über den Gassen, kleinen Kirchen und den bekanntesten Fado-Lokalen. Von den Miradouros Santa Luzia und Portas do Sol blickst du über die Dächer zum Fluss.
- Baixa und Chiado: Die nach dem Erdbeben von 1755 schachbrettartig wiederaufgebaute Unterstadt mit der Praça do Comércio, darüber die alten Cafés und Buchläden des Chiado. Der einfachste Standort für den ersten Besuch.
- Bairro Alto und Príncipe Real: Abends füllen sich die Gassen im Bairro Alto mit Menschen. Ein paar Straßen weiter oben bietet Príncipe Real Concept Stores, Gartenplätze und einige der besten Restaurants der Stadt.
- Belém: Hieronymus-Kloster, Torre de Belém und das Denkmal der Entdeckungen am Fluss. Die Schlange vor Pastéis de Belém geht schnell, drinnen gibt es viele Sitzplätze. Tram 15 fährt ab Praça da Figueira.
- Tram 28: Die berühmte gelbe Linie von Martim Moniz nach Campo de Ourique durch Graça, Alfama und Estrela. Morgens früh an der Starthaltestelle einsteigen, dann gibt es Sitzplätze; im Gedränge die Tasche geschlossen vor dem Körper tragen. Die Linien 12 und 24 bieten dasselbe Ruckelerlebnis mit kürzeren Schlangen.
- Museen und Markthallen: Das Oceanário im Parque das Nações ist eines der größten Aquarien Europas, das Gulbenkian-Museum zeigt eine Privatsammlung von Weltrang, das Azulejo-Museum sitzt in einem Kloster von 1509. Zum Essen der Time Out Market am Cais do Sodré oder, ruhiger, der Mercado de Campo de Ourique. Die Ruine des Carmo-Klosters erinnert an das Erdbeben.
- LX Factory und Flussufer: Ein altes Fabrikgelände unter der Brücke des 25. April mit Buchläden, Cafés und Street Art. Gut kombinierbar mit einem Spaziergang zum MAAT und nach Belém.
Sintra planen: Tickets und Anreise
Sintra ist der beliebteste Tagesausflug ab Lissabon, und ohne Plan stehst du den halben Tag an. Züge ab Bahnhof Rossio fahren etwa alle 20 Minuten und brauchen rund 40 Minuten, bezahlt wird mit der Navegante-Karte.
Mit dem Auto kommst du nicht zu den Palästen: Privat- und Mietwagen dürfen weder die Straße zum Pena-Palast noch das historische Zentrum befahren. Vom Bahnhof fährt Bus 434 im Rundkurs zum Maurenkastell und zum Pena-Palast, alternativ Taxi, Fahrdienst oder Tuk-Tuk.
- Pena-Palast mit Zeitfenster: Der Palast ist nur mit festem 30-Minuten-Zeitfenster zugänglich, Verspätung wird nicht toleriert. Palast und Park kosten rund 20 €, nur Park etwa 10 €. Von Ostern bis Oktober mindestens eine Woche vorher auf der offiziellen Seite von Parques de Sintra buchen.
- Die richtige Reihenfolge: Pena im ersten Zeitfenster, zu Fuß durch den Park zum Maurenkastell, Mittagessen im Ort und nachmittags die Quinta da Regaleira mit dem Initiationsbrunnen, wenn die Vormittagsgruppen weg sind.
- Nicht zu viel vornehmen: Drei Sehenswürdigkeiten füllen einen Tag. Mit einem zweiten Tag lohnt der ruhige Palácio de Monserrate mit seinem Park.
- Süßes aus Sintra: Travesseiros (Blätterteig mit Mandelcreme) und Queijadas in der traditionsreichen Konditorei Piriquita probieren.
Porto und das Douro-Tal
Der Schnellzug Alfa Pendular fährt von Lissabon (Santa Apolónia oder Oriente) in etwa 2 Stunden 50 Minuten nach Porto Campanhã, der Intercidades ist etwas langsamer und günstiger. Wer ein paar Wochen vorher auf der Seite der CP bucht, bekommt oft Rabatt.
Porto erkundet man zu Fuß: Start im Bahnhof São Bento mit seinen blau-weißen Kachelbildern, bergab in die Ribeira, dann über das obere Deck der Ponte Luís I nach Gaia. Der Sonnenuntergang vom Jardim do Morro ist die schönste kostenlose Show der Stadt.
- Portweinkellereien: Die Kellereien in Vila Nova de Gaia bieten Führungen mit Verkostung. Kleinere Familienhäuser sind oft persönlicher als die großen Namen; am Wochenende vorher reservieren.
- Sehenswürdigkeiten mit Ticket: Die Buchhandlung Livraria Lello lässt nur mit Zeitfenster-Ticket ein (rund 8 bis 10 €); den ersten Slot buchen. Den Börsenpalast Palácio da Bolsa sieht man nur mit Führung, der Torre dos Clérigos bietet den besten Blick über die Dächer, und im Mercado do Bolhão kauft die Stadt ein.
- Tagesausflüge ab Porto: Braga und Guimarães erreicht man mit dem Vorortzug ab São Bento in gut einer Stunde für wenige Euro, Aveiro in 45 Minuten. Der Nationalpark Peneda-Gerês geht nur mit Auto oder geführter Tour.
- Essen wie in Porto: Francesinha (ein Sandwich mit Steak und Schinken unter geschmolzenem Käse und Biersoße), ein Spanferkelbrötchen in einer klassischen Tasca und gegrillter Fisch in Matosinhos am Meer.
- Douro mit dem Zug: Regionalzüge ab São Bento brauchen bis Régua etwa 2 Stunden, bis Pinhão etwa 2,5 Stunden. In Fahrtrichtung rechts sitzen, dann hast du den Fluss im Blick.
- Douro als Tagestour: Ohne Mietwagen ist eine Kleingruppentour mit kurzer Bootsfahrt und zwei Weingütern die bequemste Lösung. Die Weinlese läuft von Mitte September bis Anfang Oktober.
Algarve Strände und die Benagil-Höhle
Die Algarve hat zwei Gesichter: Im Westen um Lagos und Sagres ockerfarbene Felsen, Brandungspfeiler und kleine Buchten, im Osten von Faro bis Tavira lange Sandinseln und etwas wärmeres Wasser. Für den ersten Besuch liegen Lagos oder Carvoeiro ideal.
Für die Benagil-Höhle gelten strengere Regeln: In die Höhle schwimmen und am Strand im Inneren anlanden ist verboten. Hinein dürfen nur lizenzierte Bootstouren sowie geführte Kajak- und SUP-Touren, und das nur wenige Minuten. Kajaks und SUPs ohne Guide sind im Höhlenbereich nicht erlaubt, die Seepolizei kontrolliert im Sommer. Von oben kannst du auf dem Klippenpfad durch das Loch in der Höhlendecke schauen.
- Ponta da Piedade: Die zerklüftete Landspitze südlich von Lagos. Zum Sonnenuntergang vom Holzsteg oben oder mit dem kleinen Boot durch Felsbögen und Grotten.
- Sieben-Täler-Pfad: Der Percurso dos Sete Vales Suspensos führt rund 6 km (einfach) über die Klippen von der Praia da Marinha bis Vale Centianes, vorbei über Benagil. Früh starten, es gibt keinen Schatten.
- Die schönsten Strände: Praia da Marinha, Dona Ana und Camilo bei Lagos und Falésia für lange Spaziergänge unter roten Klippen. Im Sommer früh kommen, die Parkplätze sind schnell voll.
- Sagres und Cabo de São Vicente: Die Festung Heinrichs des Seefahrers und der Leuchtturm am südwestlichsten Punkt Europas, mit 70 Meter hohen Klippen. Eine halbe Stunde westlich von Lagos, windig und deutlich leerer; die Surfstrände Beliche und Tonel liegen gleich daneben.
- Tavira und Silves: Tavira im Osten ist die ruhigste Stadt der Algarve: über 30 Kirchen, eine Brücke mit sieben Bögen und ein Inselstrand, zu dem die Fähre fährt. Silves im Hinterland hat die größte Maurenburg der Region aus rotem Sandstein.
- Welcher Standort?: Lagos für Altstadt, Buchten und Ausflüge nach Westen; Carvoeiro für Benagil und die Klippenwanderung; Albufeira für Nachtleben und Familienhotels; Tavira für Ruhe. Die Küstenautobahn A22 ist mautfrei, von Faro nach Lagos fährt man eine Stunde.
- Ria Formosa: Fähren ab Faro und Olhão bringen dich auf die Inseln Culatra und Deserta: ruhige Strände und frischer Fisch mitten in der Lagune.
Portugals schönste Orte abseits von Lissabon, Porto und Algarve
Zwischen den drei großen Zielen liegt das Portugal, das viele für das eigentliche halten: Universitätsstädte, Klöster, Fischerorte und eine Westküste fast ohne Hotels. Die meisten Orte sind mit Zug oder Bus erreichbar; für den Nationalpark, das Alentejo und die Costa Vicentina braucht es ein Auto.
- Coimbra: Portugals älteste Universität thront über dem Mondego. Die barocke Biblioteca Joanina sieht man nur mit Zeitfenster-Ticket, das Kombiticket kostet rund 17 €. Auf halber Strecke zwischen Lissabon und Porto, mit dem Zug je anderthalb Stunden.
- Aveiro und Costa Nova: Kanäle, bunte Moliceiro-Boote und Jugendstilhäuser, dazu die Eiersüßigkeit Ovos Moles. Zwanzig Minuten weiter stehen am Strand von Costa Nova die bunt gestreiften Holzhäuser.
- Braga und Guimarães: Braga ist das religiöse Zentrum des Landes; die Barocktreppe von Bom Jesus do Monte hat knapp 600 Stufen, daneben fährt eine Standseilbahn aus dem 19. Jahrhundert. Guimarães gilt als Wiege Portugals, mit Burg aus dem 10. Jahrhundert und einer Altstadt, die UNESCO-Welterbe ist.
- Peneda-Gerês: Der einzige Nationalpark des Landes: Granitberge, Wasserfälle wie die Cascata do Arado, Naturbecken zum Baden und Dörfer mit steinernen Kornspeichern. Anderthalb Stunden ab Porto.
- Nazaré: Fischerort mit breitem Strand; eine Standseilbahn fährt hinauf nach Sítio. Vom Leuchtturm auf der Klippe sieht man von Oktober bis März die höchsten gesurften Wellen der Welt an der Praia do Norte. Baden nur am Hauptstrand.
- Óbidos: Weiß gekalkte Gassen hinter einer begehbaren Stadtmauer (1,5 km, ohne Geländer). Mit dem Schnellbus ab Lissabon Campo Grande eine Stunde. Am späten Nachmittag gehen die Tagesgäste.
- Alcobaça, Batalha und Tomar: Drei Klöster mit UNESCO-Status in einer Tagesetappe: gotische Strenge in Alcobaça, überbordende Steinmetzkunst in Batalha und die Rundkirche der Tempelritter im Convento de Cristo in Tomar.
- Ericeira und Peniche: Die Surfküste nördlich von Lissabon. Ericeira ist Europas erstes Surfschutzgebiet, mit Schulen für Anfänger; in Peniche bricht die Röhrenwelle Supertubos. Nach Mafra mit seinem riesigen Barockpalast ist es eine Viertelstunde.
- Évora: Die Hauptstadt des Alentejo: römischer Tempel, die Knochenkapelle Capela dos Ossos, eine gotische Kathedrale und weiße Häuser mit gelben Rändern. Anderthalb Stunden ab Lissabon mit Zug oder Bus; im Sommer sehr heiß.
- Monsaraz, Elvas und Mértola: Monsaraz ist ein Mauerdorf über dem Alqueva-Stausee, Elvas eine Festungsstadt mit Sternschanzen und Aquädukt (UNESCO-Welterbe), Mértola am Guadiana hat eine Kirche, die als Moschee gebaut wurde. Dazwischen Korkeichen und Weingüter.
- Arrábida und Setúbal: Südlich von Lissabon fallen grüne Berge in türkisfarbene Buchten. Die Strände Galapinhos und Figueirinha gehören zu den schönsten des Landes; in Setúbal isst man gebratenen Tintenfisch.
- Costa Vicentina: Die Westküste zwischen Vila Nova de Milfontes und Sagres steht unter Naturschutz: Klippen, Surfstrände wie Arrifana und Amado, kaum große Hotels. Der Fischerpfad (Trilho dos Pescadores) folgt ihr in Etappen direkt an der Kante.
- Serra da Estrela und Monsanto: Das höchste Gebirge des Festlands (1.993 m) mit Gletschertälern und Schafskäse, im Winter mit Schnee. Monsanto ist ein Dorf, dessen Häuser zwischen und unter riesigen Granitblöcken stehen.
- Fátima: Der größte Marienwallfahrtsort Europas mit über sechs Millionen Pilgern im Jahr, zwischen Lissabon und Coimbra. Am 13. Mai und 13. Oktober ist der Ort überfüllt.
Portugal mit dem Mietwagen: Maut, Regeln, Fahrzeiten
Für Lissabon, Sintra und Porto ist ein Auto hinderlich, für alles dazwischen die bequemste Lösung. Am günstigsten wird es, wenn du den Wagen erst beim Verlassen der ersten Stadt übernimmst und vor der letzten wieder abgibst. Einwegmieten zwischen Porto, Lissabon und Faro sind üblich, kosten aber oft einen Aufschlag.
Fahrzeiten: Lissabon–Porto gut 3 Stunden (320 km), Lissabon–Algarve 2,5 bis 3 Stunden, Lissabon–Évora 1,5 Stunden, Porto–Douro-Tal (Régua) 1,25 Stunden, Porto–Braga 1 Stunde, Faro–Lagos 1 Stunde, Lagos–Sagres 30 bis 40 Minuten.
- Klassische Mautstrecken: Auf den Hauptachsen wie der A1 Lissabon–Porto und der A2 Richtung Algarve zieht man ein Ticket und zahlt an der Ausfahrt, bar oder mit Karte. Beide Strecken kosten jeweils gut 20 €.
- Nur elektronische Maut: Strecken mit dem blauen Schild „Electronic toll only“ haben keine Kassen, etwa die A28, A41 und A42 rund um Porto und die A17 und A29 bei Aveiro. Hier wird das Kennzeichen erfasst.
- Via-Verde-Gerät vom Vermieter: Die einfachste Lösung: Der Transponder im Mietwagen erfasst alle Strecken, abgerechnet wird nach der Rückgabe über die Kreditkarte, meist mit kleiner Tagesgebühr. Ohne Gerät kann man die elektronische Maut frühestens 48 Stunden und bis 15 Tage nach der Fahrt in einer CTT-Postfiliale bezahlen.
- Mautfrei: Die Algarve-Autobahn A22 sowie A23, A24 und A25 im Landesinneren sind mautfrei. Die Brücken über den Tejo in Lissabon kosten nur stadteinwärts.
- Regeln: 50 km/h innerorts, 90 auf Landstraßen, 120 auf Autobahnen; Promillegrenze 0,5, für Fahranfänger 0,2. Gelbe Linien am Bordstein bedeuten absolutes Halteverbot. Der deutsche Führerschein genügt.
- Tanken und Parken: Benzin ist teurer als in Deutschland, Diesel heißt „Gasóleo“. In Altstädten sind die Gassen eng; am Rand parken und zu Fuß gehen. Nichts sichtbar im Auto lassen, wie überall.
- Eigenes Auto: Wer mit dem eigenen Wagen anreist, registriert Kennzeichen und Kreditkarte für die elektronischen Strecken über Easytoll oder nimmt eine Mautbox des ADAC mit.
Essen und Trinken: Pastéis, Fisch und Wein
Die portugiesische Küche ist einfach, fischlastig und großzügig portioniert. Kleine Familienlokale (Tascas) mit Tagesgericht (prato do dia) sind mittags unschlagbar günstig. Brot, Oliven und Käse, die ungefragt zu Beginn auf den Tisch kommen (Couvert), sind nicht gratis; wer sie nicht möchte, gibt sie einfach freundlich zurück.
- Pastel de Nata: Das warme Puddingtörtchen, am besten mit Zimt und einer Bica (Espresso). Das Original gibt es in Belém, sehr gute auch bei Manteigaria in Lissabon und Porto.
- Bacalhau: Stockfisch, angeblich in Hunderten Varianten zubereitet. Zum Einstieg Bacalhau à Brás mit Kartoffelstroh und Ei.
- Sardinen und Meeresfrüchte: Gegrillte Sardinen im Sommer, Oktopus à lagareiro, Cataplana aus dem Kupfertopf an der Algarve und saftiger Meeresfrüchtereis.
- Spezialitäten auf Madeira: Espetada (Rindfleisch am Lorbeerspieß), Bolo do Caco mit Knoblauchbutter und die Obststände im Mercado dos Lavradores in Funchal.
- Getränke: Portwein in Porto, Vinho Verde zum Fisch, Rotwein aus dem Alentejo, Madeirawein und Ginjinha, ein Sauerkirschlikör, in Óbidos im Schokobecher serviert.
Portugal Kosten: Was eine Woche wirklich kostet
Für eine Woche auf eigene Faust sind ohne Flug rund 450 bis 650 € pro Person realistisch, wenn du einfach wohnst und mittags in der Tasca isst, und 900 bis 1.300 € mit zentralen Hotels, guten Restaurants und Mietwagen. Im Juli und August liegen die Zimmerpreise an der Küste 30 bis 50 % höher. Außerhalb von Lissabon und der Algarve zahlst du für fast alles rund ein Fünftel weniger.
- Essen: Tagesgericht mit Suppe und Wein in der Tasca unter 10 €, Pastel de Nata gut 1 €, Abendessen im guten Restaurant 25 bis 40 € pro Person.
- Unterkunft: Ein Doppelzimmer in Lissabon kostet im Schnitt um 135 €, in Porto, Coimbra oder Évora 80 bis 130 €. Pousadas in Klöstern und Burgen und Quintas im Douro-Tal liegen darüber.
- Eintritte: Museen und Monumente meist 5 bis 10 €, Pena-Palast rund 20 €, Universität Coimbra rund 17 €, Livraria Lello 8 bis 10 €. Bom Jesus do Monte und fast alle Aussichtspunkte sind gratis.
- Zug und Bus: Alfa Pendular Lissabon–Porto 20 bis 30 €, bei früher Buchung deutlich weniger; Porto–Braga unter 4 €, Schnellbus Lissabon–Óbidos rund 8 €.
- Mietwagen: Kleinwagen mit Vollkasko 25 bis 55 € am Tag je nach Saison, dazu Maut und Sprit.
- Touren: Douro-Tagestour ab Porto mit Weingütern, Mittagessen und Bootsfahrt 90 bis 120 €, Bootstour zur Benagil-Höhle 25 bis 40 €.
Entspannt unterwegs in Portugal
- Touristensteuer: Lissabon verlangt 4 € pro Person und Nacht, Porto 3 € (jeweils maximal 7 Nächte). Meist wird sie im Hotel separat bezahlt. Einige weitere Orte erheben kleinere Beträge.
- Karte und Bargeld: Karten und kontaktloses Zahlen gehen fast überall, ein wenig Bargeld für kleine Cafés, Märkte und Tram-Tickets ist trotzdem praktisch. Geld am besten an Multibanco-Automaten der Banken abheben.
- Essenszeiten: Mittagessen etwa 13–15 Uhr, Abendessen ab 20 Uhr. Viele Küchen schließen dazwischen.
- Trinkgeld: Nicht erwartet, aber Aufrunden oder 5–10 % bei gutem Service sind gern gesehen.
- Respekt vor dem Atlantik: Brandung und Strömungen sind kräftig, besonders an der Westküste. An bewachten Stränden baden und auf die Flaggen achten.
- Im Gedränge: Wie in jeder Großstadt Wertsachen in vollen Trams und der Metro geschlossen und vor dem Körper tragen.
Gut zu wissen vor der Reise
Personalausweis reicht
Deutsche Staatsangehörige brauchen für Portugal nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, auch für Madeira und die Azoren. Auch ein vorläufiger Ausweis wird akzeptiert. Laut Auswärtigem Amt darf das Dokument sogar bis zu einem Jahr abgelaufen sein; Fluggesellschaften verlangen beim Boarding aber ein gültiges. Kinder brauchen ein eigenes Dokument. Bei anderen Staatsangehörigkeiten die Einreiseregeln vorab offiziell prüfen.
Direktflüge
Nonstop von Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Köln und Stuttgart nach Lissabon, Porto oder Faro in rund 3 bis 3,5 Stunden, nach Funchal auf Madeira in gut vier Stunden (u. a. Condor, TUIfly, Eurowings, Discover, Lufthansa, TAP, Ryanair, easyJet).
Roaming und Strom
Dank EU-Roaming telefonierst und surfst du zu deinem deutschen Tarif, auch auf Madeira und den Azoren. Steckdosen sind Typ C/F mit 230 V wie zu Hause, ein Adapter ist nicht nötig.
Gesundheit und Natur
Die Europäische Krankenversicherungskarte auf der Rückseite der Gesundheitskarte gilt, eine Auslandskrankenversicherung deckt zusätzlich den Rücktransport. Im Hochsommer herrscht im Landesinneren Waldbrandgefahr; die aktuelle Lage zeigt fogos.pt. Auf Madeira auf den markierten Wegen bleiben, dort passieren die meisten Wanderunfälle, und Mückenschutz einpacken: Auf der Insel kommt Dengue vor.
Zeitverschiebung
Portugal und Madeira liegen eine Stunde hinter Deutschland, die Azoren zwei Stunden. Uhr nach der Landung zurückstellen, sonst stehst du in Sintra eine Stunde zu früh am Zeitfenster.
Unterwegs in Portugal
Zug
Die Züge der CP verbinden die großen Städte: Lissabon–Porto rund 3 Stunden, Lissabon–Faro etwa 3–3,5 Stunden, Coimbra liegt auf halber Strecke. Alfa Pendular und Intercidades sind reservierungspflichtig; wer mindestens fünf Tage vorher bucht, zahlt bis zu 40 % weniger. Vorortzüge nach Sintra und Cascais fahren im Takt ab der Lissabonner Innenstadt. Nach Lagos gibt es keinen Direktzug, man steigt einmal um.
Fernbus
Rede Expressos und FlixBus fahren auch dorthin, wo die Bahn nicht hinkommt, etwa nach Óbidos, Nazaré, Évora und in die westliche Algarve, und sind oft günstiger als der Zug.
Inlandsflüge
TAP und Billigflieger fliegen nach Madeira und auf die Azoren. Porto–Faro dauert unter einer Stunde und spart eine lange Zugfahrt.
Mietwagen
In Lissabon und Porto überflüssig, an der Algarve, im Douro-Tal, im Alentejo und auf Madeira aber ideal. Einige Autobahnen haben nur elektronische Maut, deshalb das Via-Verde-Gerät gleich mit dem Mietwagen buchen. Details im Abschnitt zum Mietwagen.
Was kostet ein Portugal Urlaub?
Sparsam
60–90 € pro Tag- Hostel oder einfache Pension
- Tagesgericht in der Tasca
- Navegante-Karte, Zug und Bus
Mittelklasse
120–180 € pro Tag- Zentrales 3- bis 4-Sterne-Hotel
- Gute Restaurants und ein Fado-Abend
- Ein, zwei Touren, z. B. Douro oder Benagil
Komfort
ab 250 € pro Tag- Boutique-Hotel oder Übernachtung auf einer Quinta im Douro
- Mietwagen und private Touren
- Top-Restaurants in Lissabon und Porto
Packliste für Portugal
Sonnenspray LSF 50+
Der frische Atlantikwind täuscht: Auf dem Boot nach Benagil und auf den Klippenwegen der Algarve hast du schnell einen Sonnenbrand.
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Für die Lava-Naturpools von Porto Moniz auf Madeira und die felsigen Buchten der Algarve.
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Hält Handy und Handtuch auf der Boots- oder Kajaktour zur Benagil-Höhle trocken.
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Für Fotos in den Meereshöhlen vom Kajak aus, ohne Sorge ums Handy.
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Handy, Karten und Ausweis immer griffbereit, in vollen Trams und an langen Stadttagen.
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Vorab buchen
Bootstouren zur Benagil-Höhle sind im Sommer schnell ausgebucht, und nur lizenzierte Anbieter dürfen hinein. Am besten vormittags buchen, dann ist das Meer meist ruhiger.
eSIM für Portugal
Praktisch, wenn dein Tarif wenig Datenvolumen hat oder du ein zweites Handy nutzt; innerhalb der EU gilt sonst dein deutscher Tarif.
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Portugal Reisetipps
Engpässe früh buchen
Pena-Palast, Benagil-Touren und Levada-Zeitfenster auf Madeira haben begrenzte Plätze.
Lisboa Card oder Navegante?
Die Lisboa Card enthält Nahverkehr plus Eintritt ins Hieronymus-Kloster, den Torre de Belém und mehr und lohnt sich bei ein, zwei vollen Besichtigungstagen. Wer es ruhiger angeht, kommt mit der Navegante-Karte günstiger weg.
Fado
Kleine Fado-Lokale in Alfama und Mouraria haben oft einen Mindestverzehr, und während der Lieder wird geschwiegen.
Zwiebellook
Selbst im Sommer werden die Abende an der Westküste, in Porto und in Madeiras Bergen kühl. Eine leichte Windjacke gehört ins Gepäck.
Montags geschlossen
Viele Museen und Monumente in Lissabon haben montags zu. Den Tag für Sintra (die meisten Paläste öffnen täglich) oder den Strand nutzen.
Gabelflug
Hin nach Lissabon, zurück ab Porto oder Faro kostet oft kaum mehr als ein Hin- und Rückflug und spart einen halben Reisetag.
Häufige Fragen zum Portugal Urlaub
Brauche ich einen Reisepass für Portugal?
Nein. Als deutscher Staatsbürger reicht ein gültiger Personalausweis, auch für Madeira und die Azoren. Ein Reisepass geht natürlich ebenfalls.
Brauche ich in Portugal einen Adapter?
Nein. Portugal hat dieselben Steckdosen (Typ C/F, 230 V) wie Deutschland.
Wann ist die beste Reisezeit für Portugal?
Mai, Juni, September und Anfang Oktober: warm und sonnig, weniger voll als im Juli und August, und im September ist das Meer am wärmsten. Für Madeira ist der Winter genauso gut.
Lissabon oder Porto: Was ist schöner?
Lissabon bietet mehr Sehenswürdigkeiten, eine größere Restaurantszene und Ausflüge nach Sintra und Cascais. Porto ist kleiner, günstiger und gemütlicher, mit Portweinkellern und dem Douro-Tal vor der Tür. Mit dem Zug liegen sie nur drei Stunden auseinander, in einer Woche schaffst du beide.
Welche Algarve Strände sind die schönsten?
Praia da Marinha und die Buchten um Benagil, Dona Ana und Camilo bei Lagos, Falésia für lange Strandspaziergänge und die Inseln der Ria Formosa bei Faro für Ruhe. Das Wasser ist Atlantik und erreicht im August und September etwa 20–21 °C.
Kann man in die Benagil-Höhle schwimmen?
Nein, das ist verboten, ebenso das Anlanden am Höhlenstrand. Hinein kommst du nur mit einer lizenzierten Bootstour oder einer geführten Kajak- bzw. SUP-Tour für wenige Minuten. Von oben siehst du die Höhle durch die Deckenöffnung vom Klippenpfad aus.
Lohnt sich Madeira im Winter?
Ja. In Funchal sind es im Winter um die 19–20 °C, die Levadas sind grün und Weihnachten und Silvester werden groß gefeiert. Im Norden der Insel regnet es öfter, auf den Gipfeln sind die Morgen kalt und oft wolkig.
Wie teuer ist Portugal?
Günstiger als Deutschland, vor allem beim Essen, Wein und Nahverkehr. Ohne Flug rechnest du mit 60–90 € pro Tag sparsam und 120–180 € in der Mittelklasse. Lissabon und die Algarve im August sind aber kein Schnäppchen mehr.
Was kostet eine Woche Portugal?
Ohne Flug rund 450 bis 650 € pro Person mit einfachen Unterkünften und Tagesgerichten, 900 bis 1.300 € mit zentralen Hotels, Restaurants und Mietwagen. Im Juli und August sind Zimmer an der Küste 30 bis 50 % teurer.
Wie viele Tage braucht man für eine Portugal-Rundreise?
Sieben Tage für Lissabon, Sintra und Porto, zehn mit der Algarve. Für die ganze Strecke von Porto bis an die Algarve mit den kleinen Orten dazwischen sind 14 Tage das richtige Maß.
Braucht man in Portugal einen Mietwagen?
Nicht für Lissabon, Sintra, Porto, Coimbra und Lagos: Dorthin fahren Züge und Busse. Für die Strände der Algarve, die Costa Vicentina, das Alentejo, den Nationalpark Peneda-Gerês und Madeira ist ein Auto deutlich praktischer.
Wie funktioniert die Maut in Portugal?
Auf den Hauptautobahnen zahlst du an der Ausfahrt bar oder mit Karte. Einige Strecken rechnen nur elektronisch über das Kennzeichen ab; dafür buchst du beim Vermieter das Via-Verde-Gerät. Die Algarve-Autobahn A22 ist mautfrei.
Wann ist das Meer in Portugal am wärmsten?
Im August und September, an der Algarve mit etwa 20 bis 21 °C. An der Westküste bleibt der Atlantik auch dann einige Grad kälter. Zum Baden eignen sich Juni bis September, an der Ostalgarve auch der Oktober.
Wo ist es in Portugal am schönsten abseits der bekannten Orte?
In Coimbra und Aveiro, in Guimarães und Braga im Norden, in den Klöstern von Alcobaça, Batalha und Tomar, in Évora und Monsaraz im Alentejo, in Tavira an der Ostalgarve und an der Costa Vicentina.
Wo kann man in Portugal am besten surfen?
Anfänger in Ericeira, an der Costa Vicentina (Arrifana, Amado) und bei Sagres, Fortgeschrittene an den Supertubos von Peniche. Die Riesenwellen der Praia do Norte in Nazaré sind zum Zuschauen, von Oktober bis März.
Was ist der Unterschied zwischen Nord- und Südportugal?
Der Norden um Porto ist grüner, kühler und im Winter deutlich nasser, mit Granitstädten und Weinbergen. Der Süden ist trockener, sonniger und im Sommer heiß, mit weißen Dörfern und den Badestränden der Algarve.
Was ist eine Quinta?
Ein Landgut, oft ein Weingut. Viele Quintas im Douro-Tal und im Alentejo vermieten Zimmer und bieten Verkostungen; eine Nacht dort ist die schönste Art, das Weinland zu erleben.
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