Griechenland Urlaub: Inseln, Athen und Festland im Überblick
Griechenland gehört seit Jahren zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen, und das zu Recht: Flugzeit um die drei Stunden, Euro, Personalausweis genügt, und das Meer ist von Juni bis Oktober warm. Schwierig ist nur die Auswahl. Rund 200 bewohnte Inseln, dazu Athen, die Meteora-Klöster, der Peloponnes und Chalkidiki. Dieser Reiseführer hilft dir, die richtige Insel für deinen Urlaub zu finden, Inselhopping mit der Fähre realistisch zu planen, die Akropolis ohne Mittagshitze und Schlangen zu sehen und mit den Preisen von 2026 zu rechnen, inklusive neuer Klimaabgabe und Kreuzfahrtgebühr. Dazu kommen die Inseln jenseits der bekannten Namen von Kos bis Milos, der Peloponnes als Roadtrip, Griechenland im Oktober und die Regeln, die viele erst vor Ort kennenlernen.
Beste Reisezeit für Griechenland
Ende Mai bis Juni
Unser Tipp für die meisten Reisen: Meer ab Juni badewarm, alle Fährverbindungen in Betrieb, Preise unter dem Niveau von Juli und August.
Juli und August
Heiß (in Athen oft über 35 °C), lebhaft und teuer. Perfekt für Badeurlaub und Nachtleben, aber Fähren und Unterkünfte Monate vorher buchen. Sommerferien in allen Bundesländern machen Flüge teurer.
September bis Mitte Oktober
Das Meer ist am wärmsten, das Licht weicher, die Strände leerer. Ideal für Inselhopping, Wandern auf Kreta und Naxos und Herbstferien.
November bis April
Athen, Thessaloniki, Meteora und der Peloponnes ohne Gedränge. Viele kleinere Inseln sind im Winterschlaf, Fähren fahren seltener.
Wetter in Griechenland: Monat für Monat
Ungefähre durchschnittliche Tageshöchstwerte in Athen und Wassertemperaturen in den Kykladen (°C). Kreta und Rhodos sind im Frühjahr und Herbst ein bis zwei Grad wärmer, Meteora und Thessaloniki im Winter kühler.
| Monat | Athen | Ägäis (Kykladen) | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Januar | 13° | 16° | Mildes, ruhiges Athen ohne Schlangen an der Akropolis. Auf den Inseln haben die meisten Hotels geschlossen. |
| Februar | 14° | 15° | Günstigste Flüge des Jahres. Gut für Athen und Kreta-Kultur, Fähren fahren nach Winterfahrplan. |
| März | 17° | 15° | Mandelblüte und grüne Hügel. Ideal für Athen, Delphi und den Peloponnes, zum Baden zu kalt. |
| April | 20° | 16° | Griechisch-orthodoxes Ostern (2027 am 2. Mai) ist das größte Fest des Jahres: Prozessionen, Lammbraten, volle Fähren. |
| Mai | 25° | 18° | Einer der besten Monate: blühende Landschaft, angenehm warm, Inselhotels offen, Preise noch unter Hochsaison. |
| Juni | 30° | 21° | Lange Tage, Meer badewarm. Fähren und Hotels auf Santorini früh buchen. |
| Juli | 33° | 23° | Heiß und voll. Der Meltemi kühlt die Kykladen, kann aber Schnellfähren ausfallen lassen. |
| August | 33° | 24° | Hochsaison, am 15. August ist Feiertag und halb Griechenland fährt auf die Inseln. Alles früh buchen. |
| September | 29° | 23° | Für viele die beste Reisezeit: wärmstes Meer, nach der ersten Septemberwoche deutlich leerer. |
| Oktober | 24° | 21° | Auf Kreta, Rhodos und im Süden noch Badewetter. Kleinere Inselhotels schließen Ende des Monats. |
| November | 19° | 19° | Regnerischer und still. Städtetrip nach Athen oder Thessaloniki, Olivenernte auf dem Land. |
| Dezember | 15° | 17° | Weihnachtsbeleuchtung in Athen, niedrige Preise, Bergdörfer statt Strand. |
Die schönsten Reiseziele in Griechenland
Athen2–3 Tage
Akropolis, das hervorragende Akropolis-Museum und die antike Agora, danach durch die Gassen von Plaka und Anafiotika, zum Flohmarkt in Monastiraki und zum Abendessen nach Koukaki oder Psyrri. Zwei volle Tage reichen für den ersten Besuch, ein dritter für Kap Sounion oder einen Ausflug nach Delphi.
Santorini2–3 Tage
Der Blick über die Caldera ist wirklich so spektakulär wie auf den Fotos. Wandere auf dem Kraterrandweg von Fira nach Oia (rund 10 km, 3 Stunden), bade am roten oder schwarzen Strand, besuche die bronzezeitliche Ausgrabung Akrotiri und probiere Assyrtiko auf einem Weingut. Wer den Ausblick ohne Sonnenuntergangs-Gedränge will, wohnt in Imerovigli oder Firostefani.
Mykonos2 Tage
Little Venice bei Sonnenuntergang, die Windmühlen, das Gassengewirr der Chora und Strände von familienfreundlich (Agios Stefanos) bis Beachclub (Psarou, Paradise). Unbedingt mit dem Boot nach Delos, eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Griechenlands.
Naxos und Paros3–5 Tage
Das beste Preis-Leistungs-Duo der Kykladen, eine Fährstunde voneinander entfernt. Naxos hat lange Sandstrände (Plaka, Agios Prokopios), Bergdörfer aus Marmor und großartigen Käse; Paros den Fischerhafen von Naoussa, die Altstadt von Parikia und die Fähre nach Antiparos.
Kreta1–2 Wochen
Griechenlands größte Insel ist ein eigener Urlaub: der minoische Palast von Knossos, die venezianischen Hafenstädte Chania und Rethymno, die Samaria-Schlucht (rund 16 km, etwa Mai bis Oktober geöffnet) und die Lagunen von Balos und Elafonisi. Ohne Mietwagen verpasst du die schönsten Strände.
Rhodos1 Woche
Mittelalterliche Altstadt der Johanniter (UNESCO-Welterbe), das weiße Lindos mit seiner Akropolis über dem Meer und eine der längsten Badesaisons Griechenlands. Beliebt bei Familien, mit Direktflügen von fast allen deutschen Flughäfen.
Korfu und Ionische Inseln1 Woche
Grün, hügelig und venezianisch statt kykladisch-weiß: eine elegante Altstadt mit Arkaden und Festungen, Olivenhaine bis ans Meer und die Doppelbucht Porto Timoni. Kefalonia (Myrtos-Strand, Melissani-Höhle) und Zakynthos (Navagio-Bucht, nur vom Aussichtspunkt oder Boot aus) ergänzen das Bild.
Meteora1–2 Tage
Sechs bewohnte Klöster auf Sandsteintürmen über Kalambaka. Übernachte vor Ort, um sie bei Sonnenaufgang oder -untergang ohne Tagesausflügler zu erleben. Jedes Kloster hat einen eigenen Ruhetag und kostet ein kleines Eintrittsgeld in bar; Schultern und Knie müssen bedeckt sein, Frauen bekommen am Eingang oft einen Wickelrock.
Griechenland Rundreise: Routen für 7, 10 und 14 Tage
Auf der Karte wirkt alles nah, aber Fähren brauchen Zeit. Faustregel: mindestens zwei Nächte pro Insel, nie täglich wechseln und vor dem Rückflug einen Puffertag einplanen.
7 Tage: Athen und Kykladen
Der Klassiker für den ersten Griechenland-Urlaub: eine Stadt, eine entspannte und eine berühmte Insel.
- Tag 1–2Athen
Akropolis zur Öffnung, Akropolis-Museum, Plaka und Anafiotika. Am zweiten Tag antike Agora, Zentralmarkt und Abendessen auf einer Dachterrasse mit Parthenon-Blick.
- Tag 3–4Naxos
Morgens Fähre ab Piräus (mit der normalen Fähre ca. 4–5 Stunden). Nachmittag am Strand von Agios Prokopios, am nächsten Tag mit dem Mietwagen in die Bergdörfer Chalki und Apiranthos.
- Tag 5–6Santorini
Kurze Fährfahrt (ca. 1,5–2 Stunden). Wanderung von Fira nach Oia, Baden in Perissa, Sonnenuntergang in Imerovigli.
- Tag 7Rückflug
Im Sommer gibt es Direktflüge von Santorini nach Deutschland, sonst über Athen (ca. 45 Minuten).
10 Tage: Inselhopping Kykladen
Eine Runde mit kurzen, verlässlichen Überfahrten und einer Mischung aus lebhaften und ruhigen Inseln.
- Tag 1–2Athen
Akropolis, Museum, Plaka. Die erste Fähre im Sommer vorab buchen.
- Tag 3–4Mykonos
Ab Rafina (nahe am Flughafen) kürzer als ab Piräus. Little Venice, Windmühlen und Bootsausflug nach Delos.
- Tag 5–6Paros
Hafen von Naoussa, Felsenstrand Kolymbithres und Tagesausflug nach Antiparos.
- Tag 7–8Naxos
Sandstrände, die Portara bei Sonnenuntergang, Mittagessen im Bergdorf. Hier kommst du runter.
- Tag 9–10Santorini
Kraterrandweg, Akrotiri und Weinprobe. Rückflug direkt ab Santorini.
14 Tage: Festland-Rundreise mit dem Auto
Ideal mit Flug nach Thessaloniki und Rückflug ab Athen: Strand, Klöster und Antike in einer Reise.
- Tag 1–2Thessaloniki
Uferpromenade, Weißer Turm, byzantinische Kirchen und die beste Küche Griechenlands. Mietwagen am Flughafen abholen.
- Tag 3–5Chalkidiki
Rund eine Stunde Fahrt. Sithonia für die schönsten Buchten unter Kiefern, Kassandra für mehr Trubel; Bootsfahrt entlang der Küste des Athos.
- Tag 6–7Meteora
Etwa 3 Stunden Fahrt. Klöster am Morgen, Sonnenuntergang am Aussichtspunkt, Übernachtung in Kastraki.
- Tag 8Delphi
Rund 3,5 Stunden. Das Heiligtum am späten Nachmittag besuchen, wenn die Busgruppen weg sind; Übernachtung in Delphi oder Arachova.
- Tag 9–11Peloponnes
Über den Kanal von Korinth nach Nafplio, mit Ausflügen nach Mykene und Epidauros. Wer Zeit hat, fährt weiter nach Olympia.
- Tag 12–14Athen
Mietwagen am Flughafen abgeben, dann Akropolis, Museum und Plaka. Alternativ die letzten Tage auf Ägina oder Hydra mit der Fähre ab Piräus.
14 Tage: Peloponnes mit dem Mietwagen
Antike, Burgen und leere Strände ohne eine einzige Fähre. Flug nach Athen oder Kalamata; am schönsten im Mai, Juni, September und Oktober.
- Tag 1–2Athen
Akropolis und Plaka ohne Auto. Den Mietwagen erst am Morgen der Abreise übernehmen.
- Tag 3–5Nafplio
Unterwegs Halt am Kanal von Korinth. Festung Palamidi, Uferpromenade, Ausflüge nach Mykene und ins Theater von Epidauros.
- Tag 6–7Monemvasia
Die autofreie Felsenstadt hinter dem Damm; unterwegs lohnt das Kletterdorf Leonidio. Abends leeren sich die Gassen.
- Tag 8–10Mani
Über Gythio mit dem Schiffswrack am Valtaki-Strand zu den Wohntürmen von Areopoli und Vathia und bis ans Kap Tenaro.
- Tag 11–12Kardamili und Pylos
Baden in Stoupa und Kardamili, dann zur Sichelbucht Voidokilia und zur venezianischen Festung von Methoni.
- Tag 13Olympia
Das Stadion der ersten Olympischen Spiele und das Museum, am besten gleich zur Öffnung.
- Tag 14Rückfahrt
Über Patras und Korinth zurück nach Athen (rund 3,5 Stunden), oder Rückflug ab Kalamata.
Unterkünfte in Griechenland
Santorini und Mykonos zuerst buchen: Zimmer mit Aussicht sind im Sommer Monate vorher weg. Auf den anderen Inseln und auf dem Festland hast du mehr Auswahl zu besseren Preisen.
Athen
Plaka, Makrygianni oder Koukaki liegen in Gehweite zur Akropolis; eine Dachterrasse mit Parthenon-Blick ist den kleinen Aufpreis wert.
Hotels ansehenExpedia →Santorini
Imerovigli und Firostefani für den Caldera-Blick mit weniger Trubel, Oia für den berühmten Sonnenuntergang, Kamari und Perissa für Strand und niedrigere Preise.
Hotels ansehenExpedia →Chania, Kreta
Venezianischer Hafen und Altstadt machen Chania zur besten Basis für Westkreta: Balos, Elafonisi und die Samaria-Schlucht sind nah.
Hotels ansehenExpedia →Korfu
Korfu-Stadt für Altstadt und Festungen, der Nordwesten um Paleokastritsa und Agios Stefanos für Buchten und Ruhe.
Hotels ansehenExpedia →Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.
Welche griechische Insel passt zu mir?
Such die Insel nach deinem Urlaub aus, nicht nach dem schönsten Foto. Wer auf Santorini lange Sandstrände erwartet, wird enttäuscht, wer auf einer stillen Insel Party sucht, ebenso. Wichtig ist auch die Inselgruppe: Innerhalb der Kykladen ist Inselhopping einfach, zwischen den Gruppen dagegen langwierig. Erst die Gruppe wählen, dann die Inseln.
- Erster Griechenland-Urlaub, berühmte Aussichten: Zwei, drei Nächte Santorini, kombiniert mit Naxos oder Paros für Strände und faire Preise.
- Strand und Familie: Kreta, Rhodos, Kos, Naxos und Korfu: Sandstrände, flaches Wasser, viele Familienhotels und Direktflüge aus Deutschland.
- Nachtleben und Beachclubs: Mykonos, für ein jüngeres Publikum Ios. Mykonos gehört im Hochsommer zu den teuersten Reisezielen Europas.
- Wandern und gutes Essen: Kreta mit seinen Schluchten und Bergdörfern und Naxos mit alten Marmorpfaden zwischen den Dörfern. Beide sind bis in den Oktober warm.
- Grün statt karg: Die Ionischen Inseln Korfu, Kefalonia, Lefkada und Zakynthos: Kiefernwälder und Olivenhaine statt kahler Kykladenhügel.
- Mit dem Auto erreichbar: Chalkidiki, der Peloponnes und Lefkada (über einen Damm mit dem Festland verbunden) eignen sich, wenn du mit dem eigenen Wagen anreist.
Weitere griechische Inseln: Klassiker und Geheimtipps
Jenseits von Santorini, Mykonos und Kreta liegen die Inseln, auf denen viele deutsche Urlauber Stammgäste sind, und einige, die kaum jemand kennt. Direktflüge gibt es im Sommer nach Kos, Zakynthos, Kefalonia, Samos, Skiathos, Karpathos und Preveza für Lefkada; die übrigen erreichst du mit der Fähre.
- Kos: Lange Sandstrände wie Tigaki und Paradise Beach, flaches Land zum Radfahren, das antike Heilzentrum Asklepieion und die Therme von Embros direkt am Meer. Günstiger als Rhodos, mit vielen Familienhotels; Bodrum in der Türkei liegt eine kurze Fähre entfernt.
- Zakynthos: Die Schiffswrackbucht Navagio (nur vom Aussichtspunkt oder Boot), die Blauen Grotten und die Klippen von Keri. In der Bucht von Laganas legen Unechte Karettschildkröten ihre Eier ab; die Niststrände stehen unter Schutz.
- Kefalonia: Der weiße Myrtos-Strand unter steilen Hängen, der unterirdische See Melissani, das Hafendorf Assos und der Tannenwald am Berg Enos. Ruhiger und weitläufiger als Zakynthos; ohne Auto geht wenig.
- Lefkada: Über einen Damm mit dem Festland verbunden, also ohne Fähre erreichbar. Porto Katsiki und Egremni gehören zu den schönsten Stränden des Landes, Vasiliki ist ein Revier für Windsurfer.
- Samos: Grün und bergig, zum Wandern und für süßen Muskatwein. Das Fischerdorf Kokkari, das antike Pythagorion mit dem Tunnel des Eupalinos und das Heraion sind UNESCO-Welterbe.
- Skiathos und Skopelos: Die Sporaden: Kiefern bis ans Wasser, über 60 Strände auf Skiathos, darunter Koukounaries und die nur per Boot erreichbare Bucht Lalaria. Skopelos ist stiller; hier wurde „Mamma Mia!“ gedreht.
- Thassos: Die nördlichste Insel, mit Autofähre ab Keramoti und deshalb beliebt bei Anreise mit dem eigenen Wagen. Marmorstrand, das Naturbecken Giola und Bergdörfer im Wald.
- Karpathos: Zwischen Kreta und Rhodos, windig und ursprünglich. Surfer kommen wegen des Meltemi, Wanderer wegen des Bergdorfs Olympos, wo noch Tracht getragen wird.
- Milos: Vulkaninsel mit über 70 Stränden: die weiße Mondlandschaft von Sarakiniko, die Piratenhöhlen von Kleftiko (per Segelboot) und bunte Bootshäuser in Klima. Mit der Schnellfähre 2,5 bis 3 Stunden ab Santorini oder Piräus.
- Sifnos und Serifos: Zwei stille Westkykladen. Sifnos gilt als Insel mit der besten Küche der Ägäis und hat ein Netz alter Wanderwege, Serifos ein weißes Bergdorf hoch über dem Hafen.
- Ios: Bekannt für das Nachtleben in der Chora und günstiger als Mykonos; die Strände Mylopotas und Manganari sind tagsüber erstaunlich ruhig.
- Symi und Patmos: Symi ist ein Tagesausflug ab Rhodos mit pastellfarbenen Kapitänshäusern am Hafen. Auf Patmos stehen das Johanneskloster und die Grotte der Apokalypse, beide UNESCO-Welterbe.
- Hydra, Ägina und Poros: Die Saronischen Inseln, ein bis zwei Stunden ab Piräus. Hydra ist autofrei, auf Ägina steht der Aphaia-Tempel zwischen Pistazienhainen. Als Tagesausflug oder für die letzten Nächte vor dem Rückflug.
- Chios und Limnos: Für alle, die schon vieles kennen: die Mastixdörfer mit ihren schwarz-weiß gemusterten Fassaden auf Chios, Sanddünen und leere Strände auf Limnos.
Inselhopping mit der Fähre: so klappt es
Athen hat drei Fährhäfen. Piräus bedient die meisten Kykladen, Kreta und den Dodekanes; Rafina, rund 20 Minuten vom Flughafen, hat kürzere Überfahrten nach Mykonos, Tinos und Andros; Lavrio bedient Kea und einige westliche Kykladen. Achte darauf, von welchem Hafen und welchem Tor deine Fähre ablegt, denn Piräus ist riesig: eine Stunde Puffer einplanen.
Fahrpläne vergleichen und buchen kannst du bei Ferryhopper oder direkt bei Blue Star Ferries, Seajets, Golden Star oder Minoan Lines. Die Tickets sind elektronisch. Im Juli und August beliebte Strecken wie Piräus–Santorini oder Piräus–Mykonos zwei bis vier Wochen vorher buchen, Auto und Kabine noch früher; in der Nebensaison reicht meist ein, zwei Tage vorher.
Von Juli bis Anfang September weht der Meltemi, ein kräftiger, trockener Nordwind, über die Ägäis. Er macht die Hitze erträglich, aber die Überfahrten unruhig, und kleine Schnellkatamarane fallen zuerst aus. Auf langen Strecken lieber die großen konventionellen Fähren nehmen: langsamer, aber ruhiger und zuverlässiger.
- Fahrzeiten: Piräus–Santorini ca. 5 Stunden mit der Schnellfähre, 7–8 Stunden mit der normalen Fähre; Paros–Naxos unter einer Stunde; Naxos–Santorini ca. 1,5–2 Stunden; Santorini–Heraklion (Kreta) rund 2 Stunden mit dem Schnellboot.
- Puffertag einplanen: Am Tag vor dem Rückflug solltest du bereits auf der Insel mit deinem Flughafen oder in Athen sein.
- Fliegen statt Fähre: Aegean und Sky Express fliegen von Athen in unter einer Stunde auf die meisten Inseln. Zwischen Inselgruppen, etwa Mykonos und Rhodos, ist ein Flug über Athen oft schneller als jede Fähre.
- Routen außerhalb der Kykladen: Dodekanes: ab Rhodos nach Symi, Kos und Patmos, mit täglichen Fähren und Direktflügen an beiden Enden. Ionische Inseln: Korfu, Paxos, Lefkada, Kefalonia und Zakynthos; hier fahren weniger Fähren, mit dem Mietwagen über Lefkada und die Fähre ab Kyllini geht es leichter. Westkykladen: Milos, Sifnos und Serifos für alle, die Santorini schon kennen. In zwei Wochen sind drei bis vier Inseln das richtige Maß.
- Am Hafen: Eine Stunde vor Abfahrt da sein und den Schiffsnamen auf dem Ticket mit dem Schiff am Kai vergleichen. Fähren starten am ersten Hafen pünktlich und sammeln über den Tag Verspätung. Kinder bis vier Jahre fahren meist gratis; im Schiff läuft die Klimaanlage kalt, eine Jacke einpacken.
- Seekrankheit: Auf großen Fähren unten und mittschiffs sitzen, bei Wind Katamarane meiden.
Athen und die Akropolis: Tipps für den Besuch
Ein Akropolis-Ticket kostet 2026 ganzjährig 30 € (den früheren Winterrabatt gibt es nicht mehr) und gilt immer für ein festes Zeitfenster. Kauf es auf der offiziellen Seite hhticket.gr oder als Teil einer Führung und nimm das erste Zeitfenster um 8 Uhr oder die letzten zwei Stunden vor Schließung. Morgens sind die Steine kühler, das Licht schöner und die Gruppen kleiner.
Bei Hitzewellen wird die Akropolis mittags zeitweise geschlossen, auch deshalb ist der frühe Besuch im Sommer die sicherste Wahl. Schuhe mit gutem Profil anziehen, der Marmor ist glattpoliert. Das Akropolis-Museum braucht ein eigenes Ticket (April bis Oktober 15 €, im Winter 10 €) und lohnt sich am meisten nach dem Hügel.
Die Metro vom Flughafen zum Syntagma-Platz braucht rund 40 Minuten und kostet 9 €, der Expressbus X95 kostet 5,50 € und fährt rund um die Uhr. In der Stadt kannst du einfach mit der kontaktlosen Karte am Lesegerät bezahlen.
- Wo übernachten: Plaka und Makrygianni, um zu Fuß zur Akropolis zu laufen; Koukaki für ein ruhigeres, lokales Viertel mit guten Restaurants; Monastiraki und Psyrri fürs Nachtleben.
- Mehr als die Akropolis: Antike Agora mit dem Hephaistos-Tempel, Römische Agora, das Archäologische Nationalmuseum und der Sonnenuntergang auf dem Lykabettus oder dem Filopappou-Hügel.
- Ausflüge: Poseidon-Tempel am Kap Sounion bei Sonnenuntergang (ca. 1,5 Stunden), Delphi (2,5 Stunden) oder eine Tageskreuzfahrt nach Ägina, Poros und Hydra.
Festland: Thessaloniki, Chalkidiki, Meteora und Peloponnes
Auf dem Festland findest du das Griechenland, das viele nicht erwarten: Bergstraßen, außerhalb der Hochsaison fast leere Ausgrabungen und Städte, in denen mehr Griechisch als Englisch gesprochen wird. Mit dem Mietwagen ist es am einfachsten, der deutsche Führerschein gilt. Die Autobahnen sind gut ausgebaut und mautpflichtig; Kleingeld oder Karte für die Mautstellen bereithalten.
- Thessaloniki: Griechenlands zweitgrößte Stadt und für viele die beste Essensstadt des Landes: Bougatsa zum Frühstück, Meze am Abend, dazu byzantinische Kirchen, der Weiße Turm und eine lange Uferpromenade. Direktflüge gibt es von vielen deutschen Flughäfen.
- Chalkidiki: Die drei "Finger" südöstlich von Thessaloniki, ca. 1–1,5 Stunden ab Flughafen. Kassandra ist lebhaft und gut erschlossen, Sithonia hat die schönsten Buchten und Campingplätze unter Kiefern, auf dem Athos leben nur Mönche; ihn sieht man vom Ausflugsboot ab Ouranoupoli.
- Meteora: Mit dem Zug ab Athen nach Kalambaka ca. 4–5 Stunden mit Umstieg, mit dem Auto rund 4 Stunden, ab Thessaloniki knapp 3. Die Klöster sind bewohnt: dezent kleiden und leise sein.
- Delphi: Das Apollon-Heiligtum am Hang des Parnass mit Blick auf den Golf von Korinth, gut kombinierbar mit Meteora.
- Zagori, Pilion und Olymp: Im Nordwesten liegen die Steindörfer von Zagori und die Vikos-Schlucht, eine der tiefsten der Welt, mit Naturbecken bei Papingo. Der Pilion bei Volos verbindet Kastanienwälder mit Stränden, am Olymp beginnen die Wanderwege in Litochoro.
- Monemvasia, Mystras und die Mani: Monemvasia ist eine bewohnte Burgstadt auf einem Felsen im Meer, Mystras eine byzantinische Ruinenstadt am Hang über Sparta. Auf der Mani stehen Wohntürme in kargen Dörfern wie Vathia; in Kardamili und Stoupa wird gebadet.
- Pylos, Voidokilia und Olympia: Im Südwesten des Peloponnes liegen die Sichelbucht Voidokilia und die Seefestungen von Methoni und Koroni. Olympia im Nordwesten ist die Wiege der Spiele; morgens ist man im Stadion fast allein.
- Nafplio und Peloponnes: Nafplio war die erste Hauptstadt Griechenlands: venezianische Gassen, die Festung Palamidi und das Inselkastell Bourtzi im Hafen. Von hier nach Mykene und Epidauros, weiter nach Olympia, auf die Halbinsel Mani oder nach Monemvasia.
Griechenland im Oktober und in der Nebensaison
Der Oktober ist der Monat der Herbstferien, und Griechenland ist dann zweigeteilt. Im Süden herrscht noch Badewetter: Auf Kreta, Rhodos, Kos und Karpathos sind es tagsüber 24 bis 26 °C, das Meer hat rund 23 °C. Auf den Kykladen und den Ionischen Inseln wird es ab Mitte des Monats frischer, windiger und regnerischer, und kleinere Hotels und Tavernen schließen bis Monatsende.
Für Athen, Delphi, Meteora und den Peloponnes ist der Oktober einer der besten Monate: angenehm warm, klare Sicht, keine Schlangen. Thessaloniki hat oft noch über 20 °C.
- Wohin zum Baden: Südküste Kretas, Rhodos (Lindos und die Ostküste), Kos. Dorthin gibt es bis Ende Oktober Direktflüge aus Deutschland.
- Fähren: Der Sommerfahrplan endet auf vielen Strecken Ende September oder Mitte Oktober. Danach fahren weniger Schiffe und kaum noch Schnellboote; Verbindungen prüfen, bevor du Unterkünfte buchst.
- April und Mai: Blühende Landschaft und angenehme 20 bis 25 °C, aber das Meer hat erst 17 bis 20 °C. Ideal für Rundreisen und Wandern, weniger zum Baden.
- Winter: Auf den Inseln ist fast alles geschlossen. Athen und Thessaloniki lohnen das ganze Jahr, in den Bergen des Festlands liegt Schnee.
Mit dem Auto nach Griechenland
Wer mehr als zwei Wochen Zeit hat, fährt oft selbst, vor allem nach Chalkidiki und an die Nordägäis. Zwei Wege sind üblich: über die Fähre von Italien oder über den Landweg durch den Balkan.
- Fähre ab Italien: Von Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi nach Igoumenitsa oder Patras, je nach Strecke ca. 9 bis 30 Stunden, oft über Nacht mit Kabine oder Deckpassage. Im Sommer früh buchen, besonders mit Wohnmobil.
- Landweg: München–Thessaloniki sind rund 1.700 km über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Nordmazedonien, meist mit einer Übernachtung. Für Serbien und Nordmazedonien reicht der Personalausweis; prüfe vor der Fahrt deinen Versicherungsschutz (Grüne Karte) und die Maut- und Vignettenregeln der Transitländer.
- Unterwegs in Griechenland: Autobahnmaut wird an Mautstationen bezahlt. Tankstellen sind auf dem Land sonntags teils geschlossen, auf den Inseln vor längeren Fahrten volltanken.
Essen in Griechenland: Taverne, Ouzeri und was du bestellen solltest
In Griechenland wird geteilt: mehrere Teller für den Tisch bestellen und nach Lust nachlegen. Gegessen wird spät, im Sommer gegen 21 oder 22 Uhr, und eine Taverne, die um 19 Uhr leer ist, kann um 22 Uhr die beste im Ort sein. Brot wird automatisch gebracht und steht oft mit einem kleinen Betrag auf der Rechnung; zum Schluss gibt es häufig ein Dessert oder einen Raki aufs Haus.
Handgeschriebene Karte, die Familie bedient, Griechen an den Tischen: Das ist meist ein gutes Zeichen. Fisch wird nach Gewicht verkauft, also nach dem Kilopreis fragen und ihn vor dem Grillen wiegen lassen.
- Klassiker: Choriatiki (Bauernsalat), gegrillter Oktopus, Moussaka, Gemista, Souvlaki und Gyros, Kleftiko vom Lamm.
- Inselspezialitäten: Fava von Santorini, Graviera-Käse und Kartoffeln von Naxos, Dakos und Raki auf Kreta, Kumquat-Likör auf Korfu.
- Meze und Ouzo: In einer Ouzeri oder einem Mezedopoleio gibt es kleine Teller zu Ouzo oder Tsipouro, ideal, um viel zu probieren.
- Trinkgeld: Nicht Pflicht, aber für guten Service sind Aufrunden oder 5–10 % üblich, am besten in bar.
Griechenland Kosten: Preise 2026 im Überblick
Griechenland ist beim Essen und bei Unterkünften außerhalb der bekanntesten Inseln günstiger als Deutschland, bei Fähren und auf Santorini und Mykonos nicht. Eine Pauschalwoche mit Flug, Transfer und Halbpension im Vier-Sterne-Hotel auf Kreta, Rhodos oder Kos beginnt in der Nebensaison bei etwa 550 € pro Person, All-inclusive im Fünf-Sterne-Haus bei rund 900 €.
- Essen: Spinattasche und Kaffee unter 3 €, Gyros im Brot 4 bis 5 €, Essen in der Taverne 12 bis 20 € pro Person mit Hauswein. Auf Santorini und Mykonos das Doppelte.
- Eintritte: Die Akropolis kostet 30 €, andere große Stätten wie Knossos, Delphi oder Olympia 15 bis 20 €, kleinere 5 bis 10 €. Jede Stätte hat ein eigenes Ticket. EU-Bürger unter 25 Jahren haben in staatlichen Stätten und Museen freien Eintritt, ab 65 gibt es Ermäßigung; Ausweis mitnehmen.
- Fähren: Piräus–Naxos oder Santorini 45 bis 90 € mit der normalen Fähre, kurze Sprünge zwischen Nachbarinseln 10 bis 40 €, Schnellboote wie Santorini–Milos um 60 €.
- Mietwagen: In der Nebensaison ab etwa 30 € am Tag, im Hochsommer 40 bis 60 € und mehr, jeweils mit Vollkasko. Benzin kostet etwa so viel wie in Deutschland. Die meisten Mietwagen haben Schaltgetriebe; Automatik früh reservieren.
- Maut: Athen–Thessaloniki kostet rund 30 € an mehreren Stationen, Athen–Kalamata etwa die Hälfte, die Rio-Andirrio-Brücke bei Patras rund 14 €. Bar oder Karte.
- Taxi und Transfer: Vom Flughafen Athen ins Zentrum gilt ein Festpreis: rund 40 € am Tag, gut 50 € in der Nacht. Auf Santorini und Mykonos sind Taxis rar; den Transfer vom Hafen vorab buchen.
- So sparst du: Mai, Juni, September oder Oktober statt Juli und August; Naxos, Paros oder das Festland statt Santorini und Mykonos; normale Fähre statt Schnellboot; mittags das Hauptgericht, abends Meze.
Entspannt unterwegs in Griechenland
Griechenland ist ein gastfreundliches und unkompliziertes Reiseland. Ein paar neue Regeln und Gewohnheiten solltest du aber kennen.
- Klimaabgabe: Unterkünfte berechnen pro Zimmer und Nacht eine Klimaresilienzgebühr: von April bis Oktober 2 € (1–2 Sterne), 5 € (3 Sterne), 10 € (4 Sterne) und 15 € (5 Sterne), im Winter deutlich weniger. Sie wird oft vor Ort bezahlt.
- Kreuzfahrtgebühr: Wer auf Santorini oder Mykonos vom Schiff geht, zahlt von Juni bis September 20 € pro Person (April, Mai und Oktober 12 €); sie landet auf dem Bordkonto.
- Hitze: Im Hochsommer Besichtigungen morgens und abends, viel trinken und es wie die Griechen halten: langes Mittagessen, Siesta, ab 18 Uhr wieder raus.
- Waldbrandsaison: Im Sommer Anweisungen vor Ort und die Notfall-Warnungen der 112 auf dem Handy beachten, kein offenes Feuer, und vor Fahrten durch Waldgebiete Straßensperrungen prüfen.
- Volle Orte: Auf vollen Fähren, Märkten und dem Sonnenuntergangsweg in Oia Handy und Geldbörse wie überall im Gedränge geschlossen und vorne tragen.
- Taxi: Taxameter nutzen oder Preis vor Fahrtantritt vereinbaren; in Athen buchen FreeNow und Uber lizenzierte Taxis.
- Quad und Roller: Für Quads und Roller über 50 ccm verlangen Vermieter den passenden Führerschein, für Quads meist Klasse B. Es gilt Helmpflicht, und die Unfälle mit Quads nehmen laut Auswärtigem Amt zu. Für Fahranfänger und Motorradfahrer gilt 0,0 Promille, sonst 0,5; in Wohngebieten oft Tempo 30.
- Toilettenpapier: Kommt in ganz Griechenland in den Eimer neben der Toilette, nicht hinein: Die Rohre sind zu eng.
- Was verboten ist: Pfefferspray und andere Abwehrsprays gelten als Waffen und dürfen nicht mitgebracht werden. Militäranlagen, Flughäfen und Häfen nicht fotografieren. Aus Ausgrabungsstätten keine Steine mitnehmen, und nicht am Strand oder im Wald zelten oder im Wohnmobil übernachten.
- Sonntags: Supermärkte und viele Läden haben geschlossen, in Dörfern auch Tankstellen. Samstags einkaufen und tanken.
- Leitungswasser: In Athen und auf dem Festland trinkbar. Auf vielen trockenen Inseln wird Meerwasser entsalzt, dort trinken Einheimische Wasser aus der Flasche.
Gut zu wissen vor der Reise
Einreise mit Personalausweis
Als deutscher Staatsbürger reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, Griechenland ist EU- und Schengen-Mitglied. Kinder brauchen ein eigenes Ausweisdokument. Das neue EU-Einreisesystem EES betrifft nur Nicht-EU-Bürger.
Flüge aus Deutschland
Direktflüge gibt es ganzjährig nach Athen und Thessaloniki und im Sommer nach Kreta (Heraklion, Chania), Rhodos, Kos, Korfu, Kefalonia, Zakynthos, Santorini und Mykonos, u. a. mit Condor, Eurowings, TUI fly, Aegean und Ryanair. Flugzeit ca. 2,5–3,5 Stunden. Naxos und Paros erreichst du über Athen oder mit der Fähre.
Handy und Roaming
In der EU surfst und telefonierst du zu Inlandskonditionen (Roam like at home). Prüfe nur das Datenvolumen deines Tarifs; für viel Nutzung lohnt sich eine eSIM.
Strom
Steckdosen Typ C und F mit 230 V, genau wie in Deutschland: Du brauchst keinen Adapter.
Geld und Zeit
Euro, Karten werden fast überall akzeptiert; für kleine Tavernen, Kioske und Inseltaxis etwas Bargeld dabeihaben. Griechenland ist Deutschland eine Stunde voraus.
Krankenversicherung
Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (Rückseite der Gesundheitskarte) bist du im staatlichen System versichert; eine Auslandsreisekrankenversicherung deckt zusätzlich Privatärzte und Rücktransport.
Unterwegs in Griechenland
Fähren
Das Rückgrat des Inselurlaubs. Normale Fähren sind günstiger und ruhiger, Schnellfähren sparen Stunden, kosten mehr und fallen bei starkem Wind aus. Grobe Preise 2026: Piräus–Naxos oder Santorini ca. 45–90 € mit der normalen Fähre, mit dem Schnellboot mehr.
Inlandsflüge
Aegean, Olympic und Sky Express verbinden Athen und Thessaloniki mit fast allen Inseln. Früh gebucht günstig; sinnvoll zwischen den Inselgruppen.
Mietwagen
Die beste Art, Kreta, den Peloponnes, Chalkidiki und die Ionischen Inseln zu entdecken. Auf Inseln lieber einen Kleinwagen nehmen, die Gassen sind eng. Prüfe, ob die Versicherung Fähren erlaubt. Preise und Maut stehen im Abschnitt zu den Kosten.
Busse (KTEL)
Die regionalen KTEL-Busse verbinden Städte auf dem Festland und den großen Inseln günstig und fahren im Sommer die Hauptstrände an.
Bahn
Kleines Netz, aber praktisch für Athen–Thessaloniki (ca. 4–4,5 Stunden) und Athen–Kalambaka für Meteora.
Metro Athen
Schnell und sauber, direkt vom Flughafen. Mit kontaktloser Karte am Lesegerät zahlen oder Ticket am Automaten kaufen.
Was kostet ein Griechenland Urlaub?
Sparsam
70–110 € / Tag- Hostels, einfache Zimmer, Camping
- Gyros, Bäckerei und Taverne
- Deckpassage und KTEL-Busse
Mittel
140–250 € / Tag- 3-Sterne-Hotels und Studios mit Meerblick
- Taverne mit Wein, ein Bootsausflug
- Mietwagen auf den großen Inseln
Komfort
ab 350 € / Tag- Caldera-Suiten auf Santorini, Boutiquehotels
- Private Bootstouren und Weinproben
- Inlandsflüge und Transfers
Packliste für Griechenland
Sonnenspray LSF 50+
Weiße Wände und Meer reflektieren die Sonne; bei Meltemi-Wind merkst du den Sonnenbrand erst, wenn es zu spät ist.
Bei Amazon ansehenAmazon →Badeschuhe
Viele Buchten auf den Kykladen und Ionischen Inseln sind kiesig oder felsig, auf den Steinen sitzen Seeigel.
Bei Amazon ansehenAmazon →Dry Bag
Hält Handtuch und Kamera trocken bei Bootsausflügen nach Balos, Delos oder rund um Santorini.
Bei Amazon ansehenAmazon →Wasserdichte Handyhülle
Für Fotos vom Boot und beim Schwimmen in der Navagio-Bucht oder den Grotten Kefalonias.
Bei Amazon ansehenAmazon →Umhängetasche mit Reißverschluss
Ausweis, Handy und Fährtickets griffbereit auf vollen Fährdecks und in den Gassen von Oia.
Bei Amazon ansehenAmazon →Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.
Vorab buchen
Die Zeitfenster für die Akropolis sind an Sommermorgen schnell ausgebucht. Buche dein Ticket oder eine Führung mit Eintritt, sobald deine Reisedaten feststehen.
eSIM für Griechenland
Extra-Datenvolumen ab der Landung, praktisch für Fähr-E-Tickets und Karten, wenn dein Tarif knapp ist.
eSIM holenAiralo →Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.
Griechenland Reisetipps
Akropolis zuerst buchen
Das 8-Uhr-Zeitfenster bestimmt den Rest deines Athen-Tages.
Mindestens zwei Nächte pro Insel
Fährtage kosten einen halben Tag, mit einer Nacht siehst du vor allem Häfen.
Nebensaison schlägt Hochsaison
Ende Mai, Juni und September: warmes Meer zu besseren Preisen.
Mietwagen auf großen Inseln
Kreta, Naxos, Rhodos und die Ionischen Inseln erschließen sich erst mit eigenem Auto.
Spät und geteilt essen
Abendessen ab 21 Uhr, viele Teller für alle, handgeschriebene Karte.
Kirchen und Klöster
Schultern und Knie bedecken, besonders in Meteora; ein leichtes Tuch einpacken.
Puffertag vor dem Rückflug
Nicht die letzte Fähre am Tag vor dem Abflug nehmen.
Häufige Fragen zum Griechenland Urlaub
Welche griechische Insel ist die schönste?
Das hängt vom Urlaub ab: Santorini für Aussichten und Sonnenuntergänge, Naxos und Kreta für Strände und Essen, Korfu und Kefalonia für grüne Landschaft, Rhodos und Kos für Familien. Für den ersten Besuch ist Santorini plus Naxos oder Paros eine gute Kombination.
Wann ist die beste Reisezeit für Griechenland?
Ende Mai bis Juni und September bis Mitte Oktober. Das Meer ist warm, alle Fähren fahren und es ist ruhiger und günstiger als im Juli und August.
Brauche ich einen Reisepass für Griechenland?
Nein. Deutsche Staatsbürger reisen mit Personalausweis ein; auch ein gültiger vorläufiger Personalausweis und der Kinderreisepass werden akzeptiert. Laut Auswärtigem Amt dürfen Pass und Personalausweis für die Einreise sogar bis zu einem Jahr abgelaufen sein, Fluggesellschaften verlangen aber oft ein gültiges Dokument. Am besten mit gültigem Ausweis reisen.
Brauche ich in Griechenland einen Adapter?
Nein. Griechenland hat Steckdosen Typ C und F mit 230 V, deutsche Stecker passen ohne Adapter.
Santorini oder Mykonos?
Santorini für Aussicht, Sonnenuntergänge, Weingüter und Paare; Mykonos für Strände, Beachclubs und Nachtleben. Beide sind im Sommer teuer. Wer Strand und faire Preise will, ist auf Naxos oder Paros besser aufgehoben.
Wie plane ich Inselhopping in Griechenland?
Bleib innerhalb einer Inselgruppe, zum Beispiel der Kykladen, wo Fähren im Sommer täglich fahren. Buche über Ferryhopper oder die Reedereien, plane mindestens zwei Nächte pro Insel und fliege zwischen Inselgruppen.
Wie teuer ist ein Urlaub in Griechenland?
Ohne Flug etwa 500–750 € pro Person und Woche bei kleinem Budget, 1.000–1.700 € im mittleren Bereich. Santorini und Mykonos im August können die Unterkunftskosten verdoppeln; Festland und Kreta sind günstiger.
Kann man mit dem Auto nach Griechenland fahren?
Ja, entweder über den Balkan (München–Thessaloniki ca. 1.700 km) oder mit der Fähre von Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi nach Igoumenitsa oder Patras. Für die Transitländer reicht der Personalausweis, Versicherung und Maut vorher prüfen.
Was kostet eine Woche Urlaub in Griechenland?
Als Pauschalreise mit Flug und Halbpension ab etwa 550 € pro Person in der Nebensaison, All-inclusive ab rund 900 €. Auf eigene Faust ohne Flug 500 bis 750 € bei kleinem Budget und 1.000 bis 1.700 € im mittleren Bereich.
Kann man in Griechenland im Oktober noch baden?
Ja, im Süden: Auf Kreta, Rhodos und Kos hat das Meer im Oktober rund 23 °C bei 24 bis 26 °C Lufttemperatur. Auf den Kykladen und den Ionischen Inseln wird es ab Mitte des Monats kühler und windiger, und viele Hotels schließen.
Welche griechischen Inseln sind Geheimtipps?
Milos, Sifnos und Serifos in den Westkykladen, Karpathos zwischen Kreta und Rhodos, Samos und Chios in der Ostägäis, Thassos im Norden und Lefkada im Ionischen Meer. Auch Naxos und Paros sind ruhiger und günstiger als ihre berühmten Nachbarn.
Kreta oder Rhodos?
Kreta ist größer und vielseitiger, mit Schluchten, Bergdörfern und vier sehr unterschiedlichen Küsten; man braucht ein Auto und mindestens eine Woche. Rhodos ist kompakter, mit kurzer Fahrt vom Flughafen, einer mittelalterlichen Altstadt und sehr verlässlichem Badewetter bis in den Oktober.
Lohnt sich Urlaub auf dem griechischen Festland?
Ja. Chalkidiki bietet Badeurlaub ohne Fähre, der Peloponnes Antike und leere Strände, dazu kommen Meteora, Delphi und die Bergdörfer von Zagori. Mit dem Mietwagen ist das Festland günstiger und im Sommer weniger voll als die bekannten Inseln.
Wie viele Inseln schafft man beim Inselhopping?
In einer Woche zwei, in zwei Wochen drei bis vier. Unter zwei Nächten pro Insel lohnt es nicht, und der Tag vor dem Rückflug gehört der Insel mit dem Flughafen.
Was ist der Meltemi?
Ein trockener Nordwind, der im Juli und August über die Ägäis weht, am stärksten auf den Kykladen. Er macht die Hitze erträglich, lässt aber Schnellfähren ausfallen und Sandstrände an der Nordseite ungemütlich werden.
Braucht man für ein Quad in Griechenland einen Führerschein?
Ja, in der Regel Klasse B, die seit mindestens einem Jahr besteht. Helm ist Pflicht. Für Roller über 50 ccm brauchst du einen Motorradführerschein.
Wie sicher ist Urlaub in Griechenland?
Sehr sicher. Die echten Risiken sind Hitze, Waldbrände im Hochsommer und der Straßenverkehr, besonders auf Quads und Rollern. Warnmeldungen der 112 kommen per Cell Broadcast aufs Handy.
Haben junge Leute in Griechenland freien Eintritt?
EU-Bürger unter 25 Jahren kommen in staatliche Ausgrabungsstätten und Museen kostenlos, auch auf die Akropolis. Den Personalausweis vorzeigen und trotzdem online ein Zeitfenster buchen.
Schon gepackt?
Was bei mir mit auf Reisen geht, sortiert in vier Amazon-Listen.
Zur Reiseausrüstung