Chureito-Pagode vor dem Fuji

Reiseführer / Asien

Japan Urlaub: der große Reiseführer

Von Mahsa Mehrban. Zuletzt aktualisiert: 30. September 2026

Kaum ein Land belohnt gute Vorbereitung so sehr wie Japan. Die Züge fahren auf die Minute, man isst an jeder Ecke hervorragend, und zwischen der Kreuzung von Shibuya und einem Moosgarten in Kyoto liegen keine drei Stunden Shinkansen. Dieser Reiseführer deckt die klassische Route Tokio – Hakone – Kyoto – Nara – Osaka ab, dazu Hiroshima, Kanazawa und Okinawa: beste Reisezeit, Routen für 7, 10 und 14 Tage, ob sich der JR Pass nach der Preiserhöhung noch lohnt, welches Viertel sich als Unterkunft eignet und welche Regeln vor Ort wirklich zählen.

Beste Reisezeit für Japan

Frühling (Ende März bis Mai)

Die Kirschblüte erreicht Tokio und Kyoto meist in der letzten Märzwoche und den ersten Apriltagen. Schönste und teuerste Zeit: Hotels 4–6 Monate vorher buchen. Die Golden Week (29. April bis 5. Mai) besser meiden, dann reist ganz Japan.

Herbst (Oktober bis Anfang Dezember)

Die beste Reisezeit für fast alles: trocken, klar und mild. Die Ahornlaubfärbung (Momiji) leuchtet in Tokio und Kyoto von Mitte November bis Anfang Dezember, dann ist Kyoto so voll wie im Frühling.

Sommer (Juni bis September)

Regenzeit von Anfang Juni bis Mitte Juli, danach 33–35 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Taifune sind im August und September am wahrscheinlichsten. Dafür: Sommerfeste, Feuerwerke und die Fuji-Besteigungssaison (Juli bis Anfang September).

Winter (Dezember bis Februar)

Kalt, trocken und oft sonnig, weniger Andrang an den Sehenswürdigkeiten und die klarste Sicht auf den Fuji. Pulverschnee in Hokkaido und den Japanischen Alpen. Vom 29. Dezember bis 3. Januar haben viele Betriebe geschlossen.

Klima in Japan: Temperaturen pro Monat

Ungefähre durchschnittliche Tageshöchstwerte in Tokio und Wassertemperaturen um Okinawa (°C). Kyoto und Osaka sind im Sommer etwas heißer und in Winternächten kälter, Hokkaido deutlich kälter.

MonatTokioOkinawa (Wasser)Hinweise
Januar10°22°Klar und sonnig, beste Fernsicht auf den Fuji. Skisaison in Hokkaido und Nagano.
Februar10°21°Kältester Monat, Ende Februar blühen die Pflaumen. Schneefestival in Sapporo.
März14°22°Um den 20. öffnen sich in Tokio meist die ersten Kirschblüten; es wird voller.
April19°23°Anfang April Kirschblüte in Kyoto und Osaka, dann zieht sie nach Norden. Ab 29. Golden Week.
Mai23°25°Warm und grün, nach der Golden Week sehr angenehm. Auf Okinawa beginnt die Regenzeit.
Juni26°27°Regenzeit auf den Hauptinseln: schwül und grau, aber Hortensien und weniger Touristen.
Juli30°29°Mitte Juli endet die Regenzeit, dann Hitze. Fuji-Saison beginnt, Gion Matsuri in Kyoto.
August31°29°Heißester Monat. Obon-Ferien Mitte August, die Taifunsaison erreicht ihren Höhepunkt.
September27°28°Anfangs noch heiß, Taifune möglich. Auf Okinawa gutes Badewetter zwischen den Stürmen.
Oktober22°27°Trocken, sonnig, angenehm: vielleicht der beste Reisemonat überhaupt.
November17°25°Ab Mitte November Laubfärbung in Kyoto und Tokio. Früh buchen.
Dezember12°23°Das Herbstlaub hält sich bis in die erste Woche. Lichterfeste, ab 29. Neujahrsruhe.
Hirsch im Nara-Park vor einer Pagode
Nara

Die schönsten Orte in Japan

Shibuya-Kreuzung in Tokio bei Nacht

Tokio3–4 Tage

Eher eine Ansammlung von Städten als eine Stadt. Shibuya und Harajuku mit der berühmten Kreuzung und dem Meiji-Schrein, Shinjuku mit Aussicht vom Rathaus und den Minibars der Golden Gai, Asakusa mit dem Senso-ji, Ueno mit seinen Museen, teamLab an der Bucht. Tagesausflüge: Nikko, Kamakura.

Mahsa unter rotem Herbstahorn in Arashiyama, Kyoto

Kyoto3 Tage

Rund 2.000 Tempel und Schreine. Die Torii-Tunnel von Fushimi Inari, der Kiyomizu-dera und die Gassen von Higashiyama, der Bambushain von Arashiyama, der Goldene Pavillon. Wer um 7 Uhr startet, hat die Highlights fast für sich, ab 10 Uhr wird es eng.

Mahsa abends in der Dotonbori-Straße in Osaka, unter Laternen und Neonschildern

Osaka1–2 Tage

Japans Küche: Takoyaki und Okonomiyaki in Dotonbori, der Kuromon-Markt, die Burg und das Viertel Shinsekai. Lauter und lockerer als Tokio und die beste Basis für Nara, Kobe und die Burg Himeji.

Hirsch im Nara-Park vor einer Pagode

NaraTagesausflug

45 Minuten von Kyoto oder Osaka. Über 1.000 Sikahirsche leben frei im Nara-Park, im Todai-ji sitzt ein 15 Meter hoher Bronze-Buddha. Hirschkekse nur an den offiziellen Ständen kaufen und Stadtpläne gut festhalten: Die Hirsche fressen auch Papier.

Großes Torii des Itsukushima-Schreins im Meer vor Miyajima

Hiroshima & Miyajima1–2 Tage

Friedenspark und Friedensmuseum brauchen einen ruhigen Vormittag. Danach mit der JR-Fähre nach Miyajima, wo das große Torii des Itsukushima-Schreins bei Flut im Meer steht. Wer auf der Insel übernachtet, erlebt sie abends fast ohne Tagesgäste.

Ausflugsschiff auf dem Ashi-See in Hakone mit dem Torii des Hakone-Schreins

Hakone & Fuji1–2 Nächte

Heiße Quellen, eine Seilbahn über die Schwefelfelder von Owakudani und eine Bootsfahrt über den Ashi-See, alles mit dem Hakone Freepass. Den klassischen Blick mit Pagode und Fuji gibt es an den Fünf Seen (Kawaguchiko). Der Fuji versteckt sich oft in Wolken, also einen Tag Puffer einplanen.

Kenrokuen-Garten in Kanazawa mit Kiefern unter Schneeseilen am Teich

Kanazawa1–2 Tage

Der Kenrokuen gilt als einer der drei schönsten Gärten Japans, dazu das Teehausviertel Higashi Chaya und der Omicho-Fischmarkt. Mit dem Hokuriku-Shinkansen 2,5 Stunden ab Tokio und viel ruhiger als Kyoto.

Mahsa an einem Teich vor einem traditionellen Tor mit roten Ziegeln auf Okinawa

Okinawa3–5 Tage

Subtropische Inseln, gut zwei Flugstunden von Tokio oder Osaka: Korallenriffe, weiße Strände, das Churaumi-Aquarium und die eigene Kultur des alten Ryukyu-Königreichs. Am schönsten von April bis Juni und im Oktober; am besten mit Mietwagen.

Japan Rundreise: Routen für 7, 10 und 14 Tage

Alle drei Routen starten in Tokio und enden in Osaka (Flughafen Kansai). Ein Gabelflug spart einen ganzen Tag Rückfahrt.

7 Tage: die Goldene Route

Tokio, Kyoto, Nara und Osaka. Straff, aber machbar.

  1. Tag 1–3Tokio

    Asakusa und Ueno, Shibuya und Harajuku, abends Shinjuku. Tag 3: teamLab oder Ausflug nach Kamakura.

  2. Tag 4Mit dem Shinkansen nach Kyoto

    Rechts sitzen (Platz E), dann sieht man den Fuji. Nachmittags Higashiyama und Gion.

  3. Tag 5Kyoto

    Fushimi Inari im Morgengrauen, danach Arashiyama und der Goldene Pavillon.

  4. Tag 6Nara, dann Osaka

    Vormittags Nara-Park und Todai-ji, abends Streetfood in Dotonbori.

  5. Tag 7Osaka und Abflug

    Burg Osaka oder Kuromon-Markt, dann mit dem Haruka oder der Nankai-Bahn zum Flughafen Kansai.

10 Tage: mit Hakone und Hiroshima

Die beste Mischung aus Städten, Natur und Geschichte für die erste Reise.

  1. Tag 1–3Tokio

    Wie in der 7-Tage-Route.

  2. Tag 4Hakone

    Die Freepass-Runde mit Bergbahn, Seilbahn und Ashi-See. Eine Nacht im Ryokan mit Abendessen und Onsen.

  3. Tag 5–7Kyoto und Nara

    Zwei volle Tage Kyoto in Ruhe, dazu ein Tagesausflug nach Nara.

  4. Tag 8Hiroshima und Miyajima

    Vormittags Friedenspark, nachmittags Miyajima, Übernachtung auf der Insel oder in Hiroshima.

  5. Tag 9–10Osaka

    Zurück nach Osaka, auf dem Weg ein Stopp an der Burg Himeji.

14 Tage: Kanazawa oder Strand

Die 10-Tage-Route plus Japanisches Meer, dann ein Abschluss nach Wahl.

  1. Tag 1–4Tokio und Hakone

    Bei klarem Wetter eine Nacht an den Fünf Seen am Fuji ergänzen, sonst Nikko.

  2. Tag 5–6Kanazawa

    Hokuriku-Shinkansen ab Tokio. Kenrokuen, Higashi Chaya und ein Ausflug ins Strohdachdorf Shirakawa-go.

  3. Tag 7–10Kyoto und Nara

    Mit Hokuriku-Shinkansen und Thunderbird (Umstieg in Tsuruga). Dazu Uji für Matcha oder eine Tempelnacht auf dem Koya-san.

  4. Tag 11–12Hiroshima und Miyajima

    Wie in der 10-Tage-Route.

  5. Tag 13–14Osaka oder Flug nach Okinawa

    Zum Abschluss Osaka, oder drei Strandtage mit einem Flug Osaka–Naha.

Unterkünfte in Japan: wo übernachten?

Lage schlägt Größe: Japanische Hotelzimmer sind klein, dafür lohnt sich eines nahe einem großen Bahnhof. Mindestens eine Nacht sollte es ein Ryokan sein, ein traditionelles Gasthaus mit Tatami, heißen Bädern und mehrgängigem Abendessen.

Tor des Senso-ji und Einkaufsstraße Nakamise in Asakusa, Tokio

Hotels in Tokio

Shinjuku oder Shibuya für Nachtleben und Anbindung, Ginza oder Tokio-Bahnhof für frühe Shinkansen, Asakusa für Altstadtflair und günstigere Preise.

Hotels ansehenExpedia →
Yasaka-Pagode am Ende einer Gasse mit Holzhäusern in Higashiyama, Kyoto

Hotels und Machiya in Kyoto

Rund um Shijo und Kawaramachi für Restaurants und kurze Wege nach Gion, am Bahnhof Kyoto für Tagesausflüge. Die Übernachtungssteuer wurde 2026 erhöht und wird beim Check-in fällig.

Hotels ansehenExpedia →
Burg Osaka über ihren Steinmauern und dem Wassergraben

Hotels in Osaka

Namba für Dotonbori und die direkte Bahn zum Flughafen Kansai, Umeda für JR-Verbindungen und den Shinkansen in Shin-Osaka.

Hotels ansehenExpedia →
Tatami-Zimmer in einem traditionellen japanischen Gasthaus

Ryokan in Hakone

Wer tätowiert ist oder nicht gemeinsam baden möchte, bucht ein Zimmer mit privatem Außenbad (Rotenburo). Abendessen und Frühstück sind meist inklusive.

Hotels ansehenExpedia →

Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.

Lohnt sich der JR Pass? Bahnfahren in Japan

Der 7-Tage-JR-Pass kostet auf der offiziellen JR-Website 50.000 Yen (14 Tage: 80.000, 21 Tage: 100.000 Yen), je nach Wechselkurs knapp 300 Euro. Bei Reisebüros im Ausland ist er seit 1. Oktober 2026 teurer (53.000 Yen für 7 Tage), also direkt bei JR kaufen. Eine einfache Fahrt im Nozomi von Tokio nach Kyoto kostet etwa 14.170 Yen; die Strecke Tokio – Kyoto – Osaka und zurück kommt mit Einzeltickets auf rund 29.000 Yen. Für die klassische Goldene Route rechnet sich der Pass also nicht mehr.

Er lohnt sich, wenn man in 7 oder 14 Tagen weite Strecken fährt: Tokio – Hiroshima und zurück oder eine Schleife über Kanazawa, Tohoku oder Kyushu. Für die schnellsten Züge Nozomi und Mizuho braucht man einen Zuschlag (Tokio – Kyoto 4.960 Yen), U-Bahnen und Privatbahnen sind nicht enthalten.

  • Einzeltickets per App: Über die App smartEX bucht man Shinkansen-Tickets auf der Strecke Tokio – Kyoto – Osaka – Hiroshima mit deutscher Kreditkarte. Auch die Automaten am Bahnhof nehmen Karten.
  • Regionale Pässe: Wer vor allem im Westen unterwegs ist, fährt mit dem JR West Kansai-Hiroshima Area Pass (5 Tage) durch Kyoto, Osaka, Nara, Himeji und Hiroshima inklusive Miyajima-Fähre, zu einem Bruchteil des landesweiten Passes.
  • Großes Gepäck: Im Tokaido-, Sanyo- und Kyushu-Shinkansen brauchen Koffer über 160 cm Gesamtmaß einen reservierten Platz mit Gepäckfläche. Bequemer: den Koffer vom Hotel per Gepäckservice (Takkyubin) vorausschicken, das kostet nur wenige tausend Yen.
  • Fuji-Blick: Richtung Kyoto taucht der Berg etwa 40 Minuten nach Tokio auf der rechten Seite auf. Platz E buchen.

IC-Karte, Bargeld und Kreditkarte

Am ersten Tag eine IC-Karte besorgen. Suica und PASMO gibt es wieder als Plastikkarte, die Welcome Suica für Reisende an den Flughäfen Haneda und Narita, und mit dem iPhone lässt sich Suica, PASMO oder ICOCA in einer Minute in der Wallet anlegen. Die Karten funktionieren landesweit in fast allen Zügen, U-Bahnen und Bussen der großen Städte, dazu in Konbinis, an Schließfächern und Getränkeautomaten.

Kreditkarten nehmen die meisten Hotels, Ketten, Kaufhäuser und Taxis, und kontaktloses Zahlen direkt an der Bahnsperre breitet sich aus (etwa bei der Osaka Metro). Bargeld braucht man weiterhin in kleinen Lokalen, Tempeln, Schreinen, an Marktständen und auf dem Land. Die Automaten von 7-Eleven und der Japan Post akzeptieren ausländische Karten zuverlässig.

  • Kein Trinkgeld: Trinkgeld ist in Japan nicht üblich und sorgt eher für Verwirrung. Guter Service ist im Preis enthalten.
  • Tax-free: neue Regeln: Ab 1. November 2026 zahlt man zunächst den vollen Preis inklusive 10 % Verbrauchssteuer und bekommt sie bei der Ausreise erstattet, nachdem der Zoll die Waren geprüft hat. Einkäufe unbenutzt im Handgepäck behalten und am Flughafen Zeit einplanen.
  • Ausreisesteuer: Die Ausreisesteuer liegt seit 1. Juli 2026 bei 3.000 Yen. Sie ist im Flugpreis enthalten.

Verhaltensregeln in Japan, die wirklich zählen

  • Schuhe: Ausziehen, wo es eine Stufe am Eingang, Tatami oder bereitgestellte Hausschuhe gibt: in Wohnungen, Ryokan, manchen Tempeln und Restaurants, in Umkleidekabinen. Die Toilettenpantoffeln bleiben in der Toilette.
  • In der Bahn: Nicht telefonieren, leise sprechen, Rucksack vorne tragen oder ablegen. Am Bahnsteig in den markierten Reihen anstellen.
  • Müll: Öffentliche Mülleimer sind selten. Eine kleine Tüte mitnehmen und den Müll im Hotel oder im Konbini entsorgen.
  • Onsen: Vor dem Baden gründlich im Sitzen duschen, nackt baden, das kleine Handtuch nicht ins Wasser tauchen. Mit Tattoo wird man in öffentlichen Bädern teils abgewiesen; viele Ryokan haben private Bäder.
  • Gion: Einige private Gassen in Kyotos Gion sind für Besucher gesperrt, und Geiko oder Maiko ungefragt zu fotografieren ist nicht erwünscht. Auf die Schilder achten.
  • Stäbchen: Nie senkrecht in den Reis stecken und kein Essen von Stäbchen zu Stäbchen reichen: Beides erinnert an Bestattungsrituale.

Kirschblüte, Herbstlaub, Regenzeit und Taifune

Ab Januar veröffentlichen japanische Wetterdienste wie weathernews ihre Kirschblüten-Prognosen. Die Vollblüte erreicht Tokio meist in den letzten Märztagen und Kyoto ein paar Tage später, hält etwa eine Woche und wandert bis Anfang Mai nach Hokkaido. Besser ein Zeitfenster von zehn Tagen einplanen und mit der Blütenfront reisen, als auf ein Datum zu setzen.

Das Herbstlaub wandert umgekehrt: von Hokkaido im Oktober bis nach Tokio und Kyoto von Mitte November bis Anfang Dezember. Die abendlichen Tempelbeleuchtungen in Kyoto sind in beiden Jahreszeiten ein Höhepunkt.

  • Regenzeit (Tsuyu): Auf Honshu von Anfang Juni bis Mitte Juli, auf Okinawa im Mai und Juni. Eher Schauer als Dauerregen: Schirm einpacken und Museumstage einplanen.
  • Taifune: Am häufigsten im August und September. Flüge und Fähren fallen dann für ein, zwei Tage aus, also keine knappen Anschlüsse planen und eine Reiseversicherung überlegen.
  • Feiertage: Neujahr (29.12. bis 3.1.), Golden Week (29.4. bis 5.5.) und Obon (Mitte August): Züge und Hotels sind voll, die Preise steigen.

Essen in Japan: was man probieren sollte

  • Ramen: Tonkotsu in Fukuoka, Miso in Sapporo, Shoyu in Tokio. Oft zieht man das Ticket an einem Automaten am Eingang.
  • Sushi: Kaiten-Sushi vom Laufband ist erstaunlich gut und günstig; für ein Omakase am Tresen Wochen vorher reservieren. Der Tsukiji-Außenmarkt eignet sich perfekt fürs Frühstück.
  • Okonomiyaki: In Osaka wird alles in den Teig gerührt, in Hiroshima geschichtet und mit Nudeln. Beides probieren.
  • Izakaya: Japanische Kneipen mit kleinen Gerichten wie Yakitori, Karaage und Edamame. Eine kleine Vorspeise mit Tischgebühr (Otoshi) ist normal.
  • Kaiseki: Das saisonale Menü aus vielen kleinen Gängen, serviert im Ryokan und in feinen Restaurants in Kyoto.
  • Konbini und Depachika: Onigiri, Eiersandwich und Bento von 7-Eleven oder Lawson sowie die Feinkosthallen im Untergeschoss der Kaufhäuser sind günstig und richtig gut.

Vor der Reise

Einreise und Visum

Deutsche brauchen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, nur einen Reisepass, der für die Dauer des Aufenthalts gültig ist. Mit dem Personalausweis ist keine Einreise möglich. Deutsche können den Aufenthalt vor Ort auf bis zu sechs Monate verlängern. Eine Online-Einreisegenehmigung (JESTA) ist bis 2028 geplant, aber noch nicht nötig. Vor der Buchung beim Auswärtigen Amt nachlesen.

Visit Japan Web

Einreise- und Zolldaten vor dem Flug online eintragen. Die QR-Codes machen die Ankunft deutlich schneller.

Flüge

Direktflüge gibt es ab Frankfurt und München nach Tokio-Haneda, mit Lufthansa, ANA und JAL. Wegen des gesperrten russischen Luftraums dauern sie etwa 13 bis 14,5 Stunden. Haneda liegt näher am Zentrum als Narita.

Steckdosen und Adapter

Japan hat Steckdosen vom Typ A mit 100 Volt. Deutsche Stecker passen nicht, ein Reiseadapter ist nötig. Handy- und Laptop-Ladegeräte kommen mit der Spannung klar, Föhn und Glätteisen oft nicht.

Handy und Internet

EU-Roaming gilt in Japan nicht. Eine eSIM vor dem Abflug kaufen oder Pocket-WLAN am Flughafen mieten. Google Maps zeigt Gleis, Wagennummer und Ausgang.

Mietwagen

Der deutsche Führerschein gilt nur zusammen mit einer offiziellen japanischen Übersetzung (z. B. über den japanischen Automobilclub JAF); der internationale Führerschein reicht für Deutsche nicht. In Japan herrscht Linksverkehr.

Unterwegs in Japan

Shinkansen

Tokio – Kyoto in 2 Std. 15 Min., Tokio – Hiroshima in 4 Stunden. Auf der Hauptstrecke fahren Züge im Minutentakt; zur Kirschblüte und in den Ferien Plätze reservieren.

Nahverkehr und U-Bahn

IC-Karte an die Sperre halten und los. Google Maps zeigt das genaue Gleis und den besten Ausgang.

Inlandsflüge

Peach, Jetstar, ANA und JAL fliegen nach Okinawa, Hokkaido und Kyushu, auf langen Strecken oft günstiger als der Zug.

Fernbusse

Nachtbusse (z. B. Willer) verbinden Tokio mit Kyoto und Osaka für einen Bruchteil des Shinkansen-Preises und sparen eine Hotelnacht.

Kenrokuen-Garten in Kanazawa mit Kiefern unter Schneeseilen am Teich
Kanazawa

Was kostet ein Japan Urlaub?

Sparsam

60–90 € pro Tag
  • Hostel, Kapselhotel oder Business-Hotel
  • Ramen, Konbini und Food-Courts
  • IC-Karte, kostenlose Tempel und Parks

Mittel

130–200 € pro Tag
  • 3–4-Sterne-Hotel am Bahnhof
  • Izakaya am Abend, Sushi zu Mittag
  • Eintritte und einzelne Shinkansen-Fahrten

Komfortabel

ab 300 € pro Tag
  • Ryokan mit Kaiseki-Menü
  • Omakase und feine Küche
  • Green Car (1. Klasse) und private Guides

Packliste für Japan

Reiseadapter Typ A

Deutsche Stecker passen nicht in japanische Steckdosen mit zwei flachen Stiften. Dieser kompakte Adapter löst das.

Bei Amazon ansehenAmazon →

Umhängetasche mit Reißverschluss

Reisepass (nötig für Tax-free und den JR Pass), IC-Karte und Münzen immer griffbereit, an langen Tagen zwischen Bahnhöfen und Tempeln.

Bei Amazon ansehenAmazon →

Sonnenschutz LSF 50+

Für die kräftige Sonne auf Okinawa und die schwülen Sommertage auf den Hauptinseln, wenn zwischen den Sehenswürdigkeiten kaum Schatten ist.

Bei Amazon ansehenAmazon →

Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.

Vorab buchen

Tagesausflüge von Tokio zum Fuji sind zur Kirschblüte und im Herbst schnell ausgebucht. Wer sich nicht mit Busfahrplänen und Wetter herumschlagen will, sieht Seen und Berg am einfachsten mit einer geführten Tour ab Tokio.

Powered by GetYourGuide

eSIM für Japan

Ab der Landung online, ohne EU-Roaming-Kosten, und Google Maps läuft schon am Flughafen.

eSIM holenAiralo →

Wer über diese Links bucht oder kauft, unterstützt diese Reiseführer.

Japan Reisetipps

Beliebtes früh reservieren

teamLab, das Ghibli-Museum, Shibuya Sky und gefragte Restaurants geben Tickets Wochen vorher frei und sind schnell weg.

Bargeld für Tempel

Eintritt, Goshuin-Stempel und Opfergaben nur bar. 5.000–10.000 Yen und ein paar Münzen dabeihaben.

Check-in

Hotels müssen beim Check-in den Reisepass kopieren. Einchecken meist ab 15 Uhr, Gepäck kann man morgens abgeben.

Leitungswasser

Überall trinkbar. Flasche auffüllen, Getränkeautomaten gibt es an jeder Ecke.

Übersetzen

Japanisch in Google Übersetzer offline herunterladen. Der Kameramodus liest Speisekarten und Schilder.

Entspannt unterwegs

Japan gehört zu den sichersten Reiseländern der Welt. Verlorenes wird meist abgegeben: im nächsten Koban (Polizeihäuschen) oder Bahnhofsbüro nachfragen.

Häufige Fragen zum Japan Urlaub

Lohnt sich der JR Pass noch?

Nur für weite Strecken. Für 50.000 Yen (7 Tage) rechnet er sich bei Tokio – Kyoto – Osaka allein nicht (rund 29.000 Yen mit Einzeltickets). Mit Hiroshima und zurück, Kanazawa, Tohoku oder Kyushu in derselben Woche schon.

Wie viele Tage braucht man für Japan?

7 Tage reichen für Tokio, Kyoto, Nara und Osaka. Mit 10 Tagen kommen Hakone und Hiroshima entspannt dazu, mit 14 Tagen Kanazawa oder ein paar Strandtage auf Okinawa.

Wann ist Kirschblüte in Japan?

In Tokio, Kyoto und Osaka meist von der letzten Märzwoche bis zur ersten Aprilwoche. Nordjapan folgt Ende April, Hokkaido Anfang Mai. Die Prognosen erscheinen ab Januar.

Was kostet ein Japan Urlaub für zwei Wochen?

Mit Flug (ab etwa 800–1.200 € hin und zurück ab Frankfurt oder München) und Mittelklasse-Hotels sollte man pro Person mit rund 3.000–4.000 € rechnen. Sparsam geht es deutlich günstiger.

Brauche ich ein Visum oder einen Reisepass für Japan?

Deutsche brauchen kein Visum für bis zu 90 Tage, aber einen Reisepass. Der Personalausweis reicht nicht.

Brauche ich einen Adapter in Japan?

Ja. Japan nutzt Steckdosen vom Typ A (100 V) wie in den USA. Ladegeräte für Handy und Laptop funktionieren mit Adapter problemlos.

Gibt man in Japan Trinkgeld?

Nein. Weder im Restaurant noch im Taxi oder Hotel. Eine kleine Tischgebühr im Izakaya ist dagegen normal.

Wann ist die beste Reisezeit für Japan?

Oktober und November sowie Ende März bis Mai. Juni/Juli (Regenzeit) und August (Hitze, Taifune) sind die schwierigsten Monate.

Schon gepackt?

Was bei mir mit auf Reisen geht, sortiert in vier Amazon-Listen.

Zur Reiseausrüstung